Girls United

Hitzewelle über der Stadt. In einer jener Prenzlauer Berger Schaltzentralen, wo zumeist pleitenahe Freunde sich nachmittags zu Zigaretten, Kiff und Kaffee treffen, um irgendeinen irrwitzigen Schwachsinn auszuhecken, kam man überein: Wir machen eine Platte in einer Woche. Hits only.
    In kürzester Zeit hatte Janek »Jayrope« Siegele, bekannt als Extremelektroniker Rope, als Countrymusiker mit Hardman Bros und als Producer fettester Beats eine Berliner Allstar-Crew zusammen getrommelt. So stand Anfang der Woche vieles am Start, was derzeit aus Berlin rockt: Fred Bigot (Electronicat), Blake Worrell (Puppetmastaz), sowie Berlins most funky Gitarrist, der Kanadier Dave Bennett, Tom Krimi und der mit hunderten von Veranstaltungen umtriebigste Independent-Veranstalter Berlins Samtbody, der mit »Satellite« und »Whom Do You Love« gleich zwei Hitverdächtige Vocal-Performances beisteuerte.
    Nach einer Woche aufhören wollte natürlich keiner. Stattdessen kamen weitere begnadete Musiker hinzu: der isrealische Drummer Arik Hayut etwa, der mit Baugerätschaften für einen weichen und homogenen, zuweilen Drum&Bass-nahen Drumsound sorgt, sowie der Produzent und Synthie-Spezi Mark Bihler (Whitedaughter), der neben Jayrope eine fette Portion synthetischer Weirdness in die zwischen rundem Popansatz und dekonstruktivem Exkurs, weenesker Selbstironie (»Yeah, Let´s Not Rock!«) und rotziger Politdissidenz (»Blair Is In The Air«) pulsierenden Songs mixte. Ein Bandname war für die Mädchen-affine Boys-only-Crew auch bald gefunden: Girls United.
    Knapp 170 Wochen und achtzig halbimprovisierte Liveshows später findet »Wunderbaustelle 1b« pünktlich zur neuen deutschen Hitzewelle den Weg in die Läden.

LABEL: dPulse Records

VERTRIEB: Cargo Records

VÖ: 15.05.2007

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