Giardini di Mirò Punk … Not Diet!

Obwohl ich ihn doch sehr mag, vergessen wir bitte den Plattentitel sofort und behalten einfach nur im Hinterkopf, dass GdM durchaus einen Hang zum Humor haben. Behaupte ich mal, ohne sie zu kennen. Was sie machen, hat mit Punk nämlich reichlich wenig zu tun. Aber mit Attitüde. Vom instrumentalen, meinetwegen auch Post-Rock kommend, bedient sich die italienische Band nach etlichen Veröffentlichungen (u.a. einer ziemlich tollen Remixplatte) mittlerweile einer Singstimme, um ihren Soundgemälden den letzten Schliff zu geben. So bekommen die elegischen Weiten der Songs eine Greifbarkeit und einen Halt, der ihnen gut zu Gesicht steht. Denn bei aller Tiefe und Eindringlichkeit, mit der die Band hausieren geht, bietet nahezu jeder Song auch einen direkten Zugang an. Was sie ein wenig von oft herbeizitierten Gruppen wie Slowdive (mit Gesang) oder Mogwai (ohne) unterscheidet, die doch weit mehr, weit zurückgezogener in ihrer eigenen Welt leb(t)en. Was wiederum nicht bedeuten soll, dass es dir GdM zu einfach machen wollen. Zuckerbrot und Peitsche..Die ein oder andere Gitarrenwand, echte Popsong-Kleinode (»Given Ground…«),verhalltes Treiben, Shoegazer-Allüren, Bonussounds aus Bläsern, Elektronik, Akkordeon… GdM verweilen nur selten allzu lange auf einer Stelle. Wenn, dann nur damit sich die volle Kraft einer Stimmung entfalten kann. Selbstgefällig wirkt das dabei nie und alleine dies ist eine der größten Qualitäten dieser Band.Wer zarte Popsongs zwischen den Polen UK-Shoegazer, Postrock und Weilheim mag oder mochte, sollte mit dieser Platte sehr, sehr glücklich werden. »I could breathe/easy clear/walk from here/return to serene« (»Last Act In Baires«)

LABEL: 2nd Rec

VERTRIEB: Hausmusik / Indigo

VÖ: 02.06.2003

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