Geld, Macht, Kinderprogramm

iacom im Mittelpunkt stand. Ebenso sollten die Kleinaktionäre des börsennotierten Musiksenders zu einem "Squeeze Out" bewegt werden. "Squeeze Out", das ausquetschen bzw. in diesem Fall die Zwangsabfindung.

Der neue Besitzer Viacom hatte bereits im Sommer mitteilen lassen, dass ab einer Aktienmehrheit von 95% kein Platz mehr für die Kleinaktionäre im Boot sein solle. Letztendlich verfügte Viacom über eine 98%ige Aktienmehrheit, an die Halter der restlichen zwei Prozent werden nun Abfindungen in Höhe von 12,65 Euro je Aktie gezahlt (Zum Vergleich: Beim Börsengang im Februar 2000 wurden die Aktien zu je 17 Euro notiert). Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben mehrere Kleinaktionäre bereits Widerspruch gegen die Beschlüsse der Viacom-Führung eingelegt.

Glimpflicher dürfte es jedoch die Großaktionäre aus der Viva-Chefetage getroffen haben. Die haben im Rahmen der 310 Millionen Euro teuren Übernahme wohl erst einmal ausgesorgt. Im Gegenteil zu den anderen 292 Viva-Angestellten. Deren Zukunft ist und bleibt wackelig. Denn wohin die Resie geht räumte MTV-Deutschlandchefin Catherine Mühlemann schon im vergangenen Jahr ein: Vier Musikkanäle könnten kaum wirtschaftlich sinnvoll sein. Daher sei auf Dauer nur Platz für höchstens »zwei bis drei Musikkanäle auf dem deutschen Fernsehmarkt«.

Für Viacom gibt es in Deutschland allerdings auch andere vorstellbare Optionen: Wie die Financial Times Deutschland spekuliert, könne das Kinderprogramm Nickelodeon als Ersatz für Viva Plus ins Spiel kommen. Nach FTD-Angaben habe sich Viacom bereits im Herbst um die Rückgewinnung der Deutschlandrechte am Nickelodeon-Programm von Super RTL bemüht.

Womit letztlich nur die Frage offen bliebe, ob das jetzige Viva (Plus)-Programm (wir berichteten) tatsächlich so weit von einem Kinderprogramm entfernt ist.

Heute wurde es endgültig besiegelt, das Schicksal von Viva. In Köln fand am Morgen die außerordentliche Viva-Hauptsversammlung statt, auf der vor allem der Beherrschungsvertrag seitens Viacom im Mittelpunkt stand. Ebenso sollten die Kleinaktionäre des börsennotierten Musiksenders zu einem "Squeeze Out" bewegt werden. "Squeeze Out", das ausquetschen bzw. in diesem Fall die Zwangsabfindung.nnDer neue Besitzer Viacom hatte bereits im Sommer mitteilen lassen, dass ab einer Aktienmehrheit von 95% kein Platz mehr für die Kleinaktionäre im Boot sein solle. Letztendlich verfügte Viacom über eine 98%ige Aktienmehrheit, an die Halter der restlichen zwei Prozent werden nun Abfindungen in Höhe von 12,65 Euro je Aktie gezahlt (Zum Vergleich: Beim Börsengang im Februar 2000 wurden die Aktien zu je 17 Euro notiert). Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben mehrere Kleinaktionäre bereits Widerspruch gegen die Beschlüsse der Viacom-Führung eingelegt.nnGlimpflicher dürfte es jedoch die Großaktionäre aus der Viva-Chefetage getroffen haben. Die haben im Rahmen der 310 Millionen Euro teuren Übernahme wohl erst einmal ausgesorgt. Im Gegenteil zu den anderen 292 Viva-Angestellten. Deren Zukunft ist und bleibt wackelig. Denn wohin die Resie geht räumte MTV-Deutschlandchefin Catherine Mühlemann schon im vergangenen Jahr ein: Vier Musikkanäle könnten kaum wirtschaftlich sinnvoll sein. Daher sei auf Dauer nur Platz für höchstens »zwei bis drei Musikkanäle auf dem deutschen Fernsehmarkt«.nnFür Viacom gibt es in Deutschland allerdings auch andere vorstellbare Optionen: Wie die Financial Times Deutschland spekuliert, könne das Kinderprogramm Nickelodeon als Ersatz für Viva Plus ins Spiel kommen. Nach FTD-Angaben habe sich Viacom bereits im Herbst um die Rückgewinnung der Deutschlandrechte am Nickelodeon-Programm von Super RTL bemüht.nnWomit letztlich nur die Frage offen bliebe, ob das jetzige Viva (Plus)-Programm (wir berichteten) tatsächlich so weit von einem Kinderprogramm entfernt ist.

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