Magischer Sport am Montagvormittag: Im Video »Veronika’s Dream« von Floex, welches SPEX erstmals zeigt, wird ein Menschenauge zum Spielball zahlreicher Fantasiegestalten.

Das Stück des tschechischen Klarinettisten, Komponisten, Produzenten und Multimediakünstlers erschien zwar bereits vor zwei Jahren mit seinem zweiten Album Zorya, wurde aber erst kürzlich für die am letzten Freitag bei Denovali veröffentlichte EP Gone von einem weiteren Prager, dem Produzenten Dikolson, neu geremixt. Anlass genug für Tomáš Dvořák, so Floex’ bürgerlicher Name, nicht nur den EP-Titeltrack (siehe unten), sondern auch »Veronika’s Dream« nachträglich mit dem Regisseur Tomáš Hájek zu ver(kurz)filmen. Während Klarinette, Perkussion, Streicher und Electronica ineinandergreifen, wird eine junge Frau mit Augenklappe von einem Wolf durch das Unterholz gejagt. Als sie das Tier erwischt, fällt sie in eine Höhle, in welcher sie sich wiederum als Torhüterin in einer Floorball-Partie mehrerer fantasievoll gestalteter Monster wiederfindet, bereit, ihr eigenes, über den Boden rollendes Auge zu fangen. Ein wahrlich traumhaftes Video, das hier mit geringsten Mitteln realisiert wurde.

Floex spielt im Oktober zwei Konzerte in Deutschland, darunter ein Auftritt beim Denovali Swingfest (nebst u.a. Tim Hecker, Emika und Nils Frahm), in Essen. Karten gibt es hier. Über den Einfluss des Labels Denovali auf die heutige Musikästhetik hatten wir zuletzt in dem Artikel »Metal trifft Techno. Die Früchte der Angst sind schwarz« geschrieben.

Floex live
04.10. Berlin – Radialsystem V
05.10. Essen – Weststadthalle