Filme von morgen – Filmtipps aus der SPEX-Redaktion

Bild: Still aus The Man Who Killed Don Quixote

Zwei spanische Dörfer und ein deutsches Drama. Auch diese Woche empfiehlt die SPEX-Redaktion Filme von morgen. Mit dabei: The Man Who Killed Don Quixote, Alles ist gut und Offenes Geheimnis.

The Man Who Killed Don Quixote (Spanien, Berlgien, Frankreich, Großbritannien, Portugal 2018)

Manche Kinofilme werden von einfachen, unspektakukären und unproblematischen Produktionsgescichten begleitet. Und auch wenn in letzter Zeit immer mal wieder Regisseure ausgetauscht, Hauptdarsteller mit Schauspielunterricht bedacht und Sequels abgesagt wurden, sticht The Man Who Killed Don Quixote heraus. Die Geschichte über den Mann, der Windmühlen stach, will Terry Gilliams seit mehr als 20 Jahren erzählen. Jetzt darf er die Witze von damals mit fachgerechter Unterstützung modernisieren und in die Kinos bringen. Taugt das was?

The Man Who Killed Don Quixote erzählt die Geschichte eines Werberegisseurs (Adam Driver) der in das spanische Dorf zurückkehrt, in welchem er als Student die Geschichte des Don Quixote verfilmte. Der Schuster des Dorfes (Jonathan Pryce) durfte damals den erratischen Adligen spielen und hält sich seitdem für eben jenen. Klingt wirr? Ist es auch. Terry Gilliam hat mit Monty Python Comedy-Geschichte geschrieben. 20 Jahre alte Witze rettet das halt auch nicht.

 

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Alles ist gut (Deutschland 2018)

Verdrängung zerfrisst. So auch in Alles ist gut. Janne (Aenne Schwarz) wird nach einer Party von Martin (Hans Löw) vergewaltigt und beginnt danach an ihrer Realität zu zweifeln. Sie gibt vor, von dem Geschehenen kaum berührt zu sein, verschweigt und wird überrollt. Als dann selbst Martin wieder auf sie zukommt und ihr sagt, sie müsse doch sagen, was er jetzt tun könne, erlebt der Zuschauer die grausame Realität eines Opfers, das der Opferrolle um jeden Preis entgehen möchte und eines Lebens, das an einer verheimlichten Straftat langsam zu zerbrechen droht.

 

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Offenes Geheimnis (Spanien, Frankreich, Italien 2018)

Im neuen Film von Asghar Farhadi (The Salesman, Nader und Simin) geht es um das offene Geheimnis einer Familie, eines Dorfes und einer Mutter. Laura (Penelope Cruz) reist in ihr spanisches Heimatdorf, um die Hochzeit ihrer Schwester Ana (Inma Cuesta) zu feiern. Bei den Feierlichkeiten wird ihre Tochter Irene (Carla Campra) entführt, was weitere Verstrickungen und Erkenntnisse nach sich zieht. Ihre Jugendliebe Paco (Javier Bardem) und ihr Mann Alejandro (Ricardo Darin) treffen aufeinander, während eine Gemeinschaft an der Aufdeckung eines jahrelangen Geheimnisses zu zerbrechen droht. Der zweite Film dieser Woche, der in einem spanischen Dorf spielt. Leider überzeugt aber auch dieser nicht unbedingt, was besonders an der eher flach erzählten Geschichte liegt.  Farhadi arbeitete auch bei diesem Film großteils ohne Drehbuch. Ein Risiko, das sich dieses Mal nicht ausgezahlt zu haben scheint.

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