mengekittet. Die kleinen alltäglichen Geschichten gereichen kaum zu Ruhm und Ehre, finden sich nur selten in den Schlagzeilen oder Newslettern internationaler Hilfsorganisationen und der permanent werbetrommelnden Unterhaltungsindustrie. Dabei schreibt z.B. das (New Yorker) HipHop-Leben derer genug. Wenn man die lokalen Seiten New Yorker Tages-, Wochen- und Monatszeitungen und die üblichen HipHop-Organe durchkämmt, findet man alle Nase lang Hinweise auf die sich häufenden Bespitzelungen, Schikanen und Verhaftungen durch das New York Police Department (NYPD). In den vergangenen Jahren hat wohl ein Großteil der in New York lebenden HipHopper – ob bekannt oder unbekannt – unschönen Kontakt mit der Polizei gehabt. Clubs werden überwacht oder gleich geschlossen, Zivilpolizisten schmuggeln sich in HipHop-Gear unter’s Partyvolk, Rapper und deren Publikum werden vor, nach und während der Shows wegen vermeintlichem Waffen- oder Drogenbesitz verhaftet; so jüngst etwa Jay-Z, N.O.R.E., Tragedy Khadafi, Fabolous, Stic.man von dead prez, 50 Cent und unzähligen anderen passiert. Die "stop-and-search"-policy des NYPD ermöglicht es den Polizisten verdächtige Subjekte jeder Zeit anhalten und durchsuchen zu können. Als Angabe von Gründen reicht lediglich der Verdacht auf Besitz gefährlicher Gegenstände, etwa Waffen oder Drogen. Wenn man fündig wird, wird im ersten Schritt eingebuchtet und erst im zweiten geklärt, ob etwa Waffenscheine für die gefundenen Waffen vorliegen. Finden sich Drogen bei nur einem Verdächtigen, werden die anderen gleich mitverhaftet und angeklagt. Hier soll nicht zwangsläufig das Lied vom armen, herumgeschubsten Rapper angestimmt werden, doch ist das Verhalten des NYPD während der vergangenen Jahre so konsistent und flächendeckend, dass Insider – Anwälte, Clubbetreiber, Journalisten etc. – vermuten, es gäbe so etwas wie eine spezielle HipHop Task Force des NYPD. Die New Yorker Polizei will zu diesen Vermutungen keine Stellung beziehen.

Als N.O.R.E. und Tragedy Anfang September wieder einmal – grundlos, wie sich später herausstellte – angehalten und verhaftet wurden, platzte ihnen der Kragen und gemeinsam mit einigen anderen Betroffenen wollen sie nun das NYPD auf "false arrest and excessive force" verklagen.

Wenn Rapper sich selbst an- oder erschießen, werden Titelgeschichten verfasst, Bücher geschrieben, Kerzchen entzündet und flugs post mortem-Compilations und Fernseh-Dokumentationen zusammengekittet. Die kleinen alltäglichen Geschichten gereichen kaum zu Ruhm und Ehre, finden sich nur selten in den Schlagzeilen oder Newslettern internationaler Hilfsorganisationen und der permanent werbetrommelnden Unterhaltungsindustrie. Dabei schreibt z.B. das (New Yorker) HipHop-Leben derer genug. Wenn man die lokalen Seiten New Yorker Tages-, Wochen- und Monatszeitungen und die üblichen HipHop-Organe durchkämmt, findet man alle Nase lang Hinweise auf die sich häufenden Bespitzelungen, Schikanen und Verhaftungen durch das New York Police Department (NYPD). In den vergangenen Jahren hat wohl ein Großteil der in New York lebenden HipHopper – ob bekannt oder unbekannt – unschönen Kontakt mit der Polizei gehabt. Clubs werden überwacht oder gleich geschlossen, Zivilpolizisten schmuggeln sich in HipHop-Gear unter’s Partyvolk, Rapper und deren Publikum werden vor, nach und während der Shows wegen vermeintlichem Waffen- oder Drogenbesitz verhaftet; so jüngst etwa Jay-Z, N.O.R.E., Tragedy Khadafi, Fabolous, Stic.man von dead prez, 50 Cent und unzähligen anderen passiert. Die "stop-and-search"-policy des NYPD ermöglicht es den Polizisten verdächtige Subjekte jeder Zeit anhalten und durchsuchen zu können. Als Angabe von Gründen reicht lediglich der Verdacht auf Besitz gefährlicher Gegenstände, etwa Waffen oder Drogen. Wenn man fündig wird, wird im ersten Schritt eingebuchtet und erst im zweiten geklärt, ob etwa Waffenscheine für die gefundenen Waffen vorliegen. Finden sich Drogen bei nur einem Verdächtigen, werden die anderen gleich mitverhaftet und angeklagt. Hier soll nicht zwangsläufig das Lied vom armen, herumgeschubsten Rapper angestimmt werden, doch ist das Verhalten des NYPD während der vergangenen Jahre so konsistent und flächendeckend, dass Insider – Anwälte, Clubbetreiber, Journalisten etc. – vermuten, es gäbe so etwas wie eine spezielle HipHop Task Force des NYPD. Die New Yorker Polizei will zu diesen Vermutungen keine Stellung beziehen.

Als N.O.R.E. und Tragedy Anfang September wieder einmal – grundlos, wie sich später herausstellte – angehalten und verhaftet wurden, platzte ihnen der Kragen und gemeinsam mit einigen anderen Betroffenen wollen sie nun das NYPD auf "false arrest and excessive force" verklagen.