Fashion, geotagged – Plazes.com, Designmai & Youngsters

DMYLogoWas bei Texten dieser Art nicht fehlen darf, ist der Verweis auf früher, als noch alles anders war: Hätte man nie in kurzen Abständen mit dem Handy kommuniziert. Konnte man prima ohne Audioscrobbling leben. Wollte man lieber Musikfern- denn grobpixelige Videos sehen. Hätte man nie sein Fotoalbum mit der Welt geteilt. So weit, so gähn. Denn so lange die Liste auch fortsetzbar wäre, im geheimen hat man sich doch mit den sozialen Schnittstellen im Alltag arrangiert, nutzt sie vielleicht sogar. Dabei ist ein Großteil der  Web 2.0-User bei manchen Angeboten wesentlich zurückhaltender, beispielsweise beim Geotagging.

Zwar nutzen viele Google Maps bzw. ~Earth zur Navigation bzw. zum Vergnügen, die eigenen Daten in Verbindung mit Landmarken bringen bisher aber noch verhältnismäßig wenige. Dienste wie Zooomr bringen Fotos und Audiomaterial mit Orten auf der Landkarte zusammen: Der User setzt Themen auf der Karte, kann Daten benachbarter Benutzer einsehen, kommentieren und ggf. an bisher erlebtem Audio-Visuell teilhaben. BuddyPing bringt als Handybasierter Service den User mit dem Netz zusammen: Der User teilt dem Anbieter mit, an welchem Ort er sich gerade aufhält, das System teilt befreundeten Nutzern auf Abruf den Aufenthaltsort betreffender Person fest. Die Plattform Plazes geht jedoch noch einen Schritt weiter: Die Benutzer können anderen Teilnehmern nicht nur ihren aktuellen räumlichen Status mitteilen, sie versehen ihre veröffentlichten Daten auch mit Geo- und sozialen Bezügen. Plazes greift daneben verschiedene Grundideen des Internet auf einer Plattform auf: Menschen räumlich zusammenzuführen, Empfehlungen oder Kritiken darzustellen, sie miteinander in Kontext zu setzen und gleichzeitig Internetzugänge aus der »realen« Community abzubilden.

In Zusammenarbeit mit dem Designmai wird Plazes über das kommende Wochenende verteilt das Programm abbilden. Oder um es korrekt darzustellen: Die Nutzer von Plazes werden die Veranstaltungen abbilden. Auch Plazes wird den Designmai nutzen: Am Samstag findet die Relaunch-Party in den neuen Büroräumen statt. Informationen zur Örtlichkeit, Line-Up und Akkreditierung finden sich hier.

Aber auch im Rahmen des Designmai ziehen verstärkt Web 2.0-Techniken ein. Die nötige Infrastruktur stellt die Nokia Nseries zur Verfügung, mittels Foto-/Videoblog machen die Veranstalter so schon seit Samstag vergangener Woche die DMY 2007, die Designmai Youngsters, für Besucher und Nutzer erlebbar. Auf drei Lokalitäten – oder um es anders zu formulieren: Plazes – gestalten Nachwuchskünstler und -Designer das Interieur von Clubs und Räumen, die jeweils kooperierenden Vorbilder liefern Namen und auftretende Künstler: Cookies, WMF und Tresor sind dabei gute Beispiele, in diesem Jahr ist der Maastrichter Club A-Gogo vertreten. Die Designmai Youngsters 2007 findet noch bis zum 20. Mai statt.

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