Exklusive Video-Premiere: Abay (Ex-Blackmail) »The Boat«

Gut‘ Ding: Aydo Abay hat die Ruhe weg. In den meisten Köpfen in erster Linie als Blackmail-Mitbegründer präsent, hat sich der türkisch-stämmige Musiker bereits vor sechs Jahren von den Koblenzer Indie-Muckern verabschiedet, um seinen eigenen Stiefel durchzuziehen. Das Ergebnis heißt schlichtweg wie er und klopfte Ende des vergangenen Jahres mit der Debüt-EP Blank Sheets an die Türen geduldig ausharrender Post-Pop-Fans.

Dass Abay in der Zwischenzeit keineswegs tatenlos an die Wand gestarrt hat, ist den ausgegorenen Stücken des Beinah-Soloprojekts (Juli-Gitarrist Jonas Pfetzing gibt Rückendeckung) anzuhören – Blank Sheets sei die »Essenz der musikalischen Ausflüge des Musikers aus den letzten Jahren«, steht es im Promo-Faltblatt, und tatsächlich klingt die EP nach einer Extraportion Abay, abgeschmeckt mit Abay, gewürzt mit gemahlenem Abay. Das duftet frisch und schmeckt doch vertraut. Den Beweis liefert der exklusiv auf spex.de premierte Clip zu »The Boat« – einem schunkelnden Vielleicht-Protestsong, so seine Macher, die zwar betonen, keine politische Band zu sein, zumindest aber quasi-politische Beobachter: »Wir informieren uns und stellen fest, dass wir gesellschaftlich an einem Punkt angekommen sind, wo es allerhöchste Zeit ist, wieder aufeinander zuzugehen, muss ich wahrscheinlich niemandem erzählen. Möchte ich auch nicht. Ich möchte nur nicht »nichts« sagen. Deshalb haben wir dieses Lied geschrieben.« Einhänkeln, mitschippern, aufpassen – da kommt Wind von vorn.

Abay live
27.01. Berlin – Lido (Pure&Crafted Festival)

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