Europastart und Ärger in der Rechteverwaltung

Apple will seinen Musikdienst iTunes, wenn es nach dem Willen von Europa-Chef Pascal Cagni geht, noch in diesem Jahr in Europa starten. Der Konzern steckt zur Zeit dafür in Verhandlungen mit der europäischen Musikindustrie. Nach Angaben von Apple gestalten sich die Verhandlungen jedoch schwierig, da …
Apple will seinen Musikdienst iTunes, wenn es nach dem Willen von Europa-Chef Pascal Cagni geht, noch in diesem Jahr in Europa starten. Der Konzern steckt zur Zeit dafür in Verhandlungen mit der europäischen Musikindustrie. Nach Angaben von Apple gestalten sich die Verhandlungen jedoch schwierig, da es erhebliche Preisunterschiede – teilweise 100% – bei den Labels gibt. Apple will jedoch, wie bereits in der US-Version des Musikstores alle Titel zum einheitlichen Preis anbieten. Ein weiteres Problem dazu stellt die unterschiedliche Mehrwertsteuer in den einzelnen Ländern dar.

Ein ganz anderes Problem stellt das Rechteformat dar, mit dem die Musikdateien derzeit verkauft werden. Apple verkauft über iTunes die Dateien im unabhängigen Advanced Audio Coding-Format (AAC), das jedoch mit einem DRM-Schutz (Digital Rights Management) versehen ist. Diese Dateien lassen sich bisher außerhalb des Computers nur über den iPod abspielen, der bekanntlich auch aus dem Hause Apple kommt. Will der Nutzer seine über iTunes erworbene Musik mit einem anderen Gerät abspielen, wird ihm dies verweigert. Andersherum spielt der iPod keine Dateien ab, die in einen anderen DRM-Schutz verwenden, als den von Apple verwendeten. Nun fordert Real-Networks, dass Apple dem iPod den Umgang mit dem Real-DRM-Schutz beibringt, mit dem die Dateien im RealPlayer Music Store versehen sind. Rio Audio andererseits möchte seinen Hardwareplayern gerne das Apple-DRM "FairPlay" beibringen und bemüht sich bereits seit Sommer 2003 im eine Lizenz von Apple, die jedoch in beiden Fällen stur bleiben. "Der iPod funktioniert bereits mit dem weltweit führenden Musikdienst, und das iTunes Music Store funktioniert mit dem weltweit führenden digitalen Musik-Player," erklärte Apples Chef Steve Jobs gegenüber dem Wall Street Journal. Da wundert es wenig, dass es mit "PlayFair" schon ein Programm gibt, das die Dateien vom DRM-Schutz befreit.

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