Ein Wort ist ein Wort ist kein Wort – SPEX präsentiert Pop/ Texte/ Literatur

Foto: Andreas Spechtl / privat

Pop und Politik und Punk und Poesie – nicht zwangsläufig in dieser Reihenfolge, aber zwangsläufig irgendwie verkettet? Die Diskussionsreihe Pop/ Texte/ Literatur fragt nach dem Schriftsteller im Musiker, nach dem Dichter im Denker – die Antwort ist ein großes Missverständnis. Warum Schreiben nicht gleich Texten ist und Songtexten dennoch vermehrt literarische Güte beigemessen wird, erörtern unter anderem Andreas Spechtl, Torsten Groß und Peter Thiessen. SPEX präsentiert.

Drei Tage, drei Perspektiven, ein Sujet: Sprache. Jenes weite Feld also, das Patti Smith ertragreich bestellte: »I’d just make sure with anything I say I know what I’m talking about.« Neben und nach ihr gibt es nicht mehr viele, die vermögen den einfachen Worten Komplexes abzugewinnen, den Leichtgewichten im Zeichensystem Gewicht zu verleihen. Patti Smiths Sätze haben Bildgewalt. Immer mehr Musiker versuchen mit Texten, zunehmend auch außerhalb des musikalischen Kontextes, ähnliches zu erreichen. Immer mehr Musiker scheitern kläglich daran. Darüber muss gesprochen werden.

Was vom Popsong übrig bleibt, wenn man ihn entkleidet? Nackte Fragen: Bewegt sich der Textkörper auch im Literaturkontext gut? Oder auf der Theaterbühne? Darüber diskutieren Menschen, die es wissen müssen, an drei Abenden im Berliner Brecht-Haus. Neben Andreas Spechtl, Ja-Panik-Sänger, der mit seinen Lingualhybriden über das Musikressort hinaus längst Eingang in die Literaturspalten gefunden hat, ist Torsten Groß, Chefredakteur des Magazins, das eine neue Art des Über-Pop-Schreibens etablierte, Gast der Veranstaltungsreihe.

Thomas-Meinecke_sw-c-Hans-Kumpf-e1443696451607Foto: Thomas Meinecke / Hans Kumpf

Nicht nur die Teilnehmerliste umfasst mit Kantes Peter Thiessen, »einem der besten Texter zwischen Flensburg und Kempten«, sowie Thomas Meinecke, Schriftsteller und Mitglied der Münchner Pop-Intelligenz F.S.K., noch mehr SPEX-kompatibles Personal. Ins Leben gerufen wurde die Serie von »Popkommunist und Geschäftsführer einer Ich-AG«, überdies Schöpfer des Reclam-Heftchens Basis-Diskothek Rock und Pop sowie einer Reihe gebundener Veröffentlichungen (und SPEX-Autor) Uwe Schütte. Er moderiert die drei Gespräche zu den Themenkomplexen »Zwischen den Sprachen«, »Songtext vs. Roman« und »Theatermusik«.

SPEX präsentiert Pop/ Texte/ Literatur
01. – 03.12. Berlin – Literaturforum im Brecht-Haus
Alle weiteren Informationen gibt es hier.

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