Edit-A-Thon: Aktionstag Art+Feminism für mehr Wikipedia-Autorinnen

Nur neun Prozent Autorinnen: Wikipedia wird zum größten Teil von Männern beschrieben. Dagegen kämpfen feministische Edit-A-Thons an. Am 7. April organisiert das Online-Magazin Reflektor M einen solchen im Münchner Lenbachhaus.

Das Internet ist eine alles umfassende Geldmaschine, die von unserer Privatsphäre lebt und unsere Zivilisation eher früher als später in den Untergang treiben könnte. Allerdings gibt noch einen Lichtblick, das Totschlagsargument der Internetidealisten: Wikipedia. Das Problem bei der pseudo-objektiven Sammlung aller verfügbaren Informationen der Welt ist allerdings, dass sie nicht so neutral ist, wie sie scheint. Laut einer Erhebung 2011 waren  Prozent aller Menschen, die für die Seite schrieben, männlich. Das führt selbstverständlich zu einer verzerrten Darstellung – egal, um wie viel Objektivität sich die über 100.000 aktiven Autoren und Autorinnen bemühen.

Auf Wikipedia-Autorinnen lastet also viel Druck, dieser Tendenz entgegenzuwirken und mehr zu partizipieren. Hilfreich sind dabei sogenannte „Edit-A-Thons“. Bei diesen Veranstaltungen treffen sich Autorinnen und Autoren, um gemeinsam Wikipedia-Artikel zu schreiben, die Wikipedias Hetero-Männer nicht schreiben würden. Der internationale Aktionstag zum Thema Art+Feminism am 7. April bietet jährlich einen Anlass für Edit-A-Thons, bei denen gegen die Unterrepräsentation von Frauen insgesamt und weiblichen Persönlichkeiten, insbesondere Künsterlinnen, bei Wikipedia angeschrieben wird. Auch in Deutschland finden Edit-A-Thons statt: In München organisiert das Onlinemagazin Reflektor M gemeinsam mit dem Lenbachhaus einen solchen, eingebettet in ein vielfältiges Programm – inklusive feministischem DJ-Workshop und einer Podiumsdiskussion zum Thema „Weibliche Kulturproduktion und Netzfeminismus“.

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