Deena Abdelwahed, Robert Henke, Deathprod, Swans: Das Donaufestival in Krems lässt auch in diesem Jahr nichts anbrennen – SPEX präsentiert.

Es gibt Festivals, die immer mal wieder mit einem vielschichtigen Programm locken. Und solche, die ihren eigenen jährlich wiederkehrenden Kalendereintrag einfach so verdient haben. Das Donaufestival in Krems gehört zur zweiten Kategorie und schon mit der ersten Line-Up-Veröffentlichung zeigt sich wieder einmal, warum. Bis zum 4. Februar sind noch Early-Bird-Tickets für die zwei Wochenenden des 24. bis 26. April und 30. April bis 2. Mai erhältlich, geboten wird ein angenehm ausuferndes Programm voller Musik, Diskurs und Diskursmusik.

Deena Abdelwahed by Press 2020
Still not loving Vermummungsverbot – Deena Abdelwahed (Foto: Promo/Donaufestival).

Bisher bestätigt sind unter anderem eine recht bekannte New Yorker Band mit dem Namen Swans, aus Berlin kommen das Caspar Brötzmann Massaker sowie Tüftelchef Robert Henke, der eine audiovisuelle Show mit dem klangvollen Titel „CBM 8032“ vorstellt. Für (noch mehr) Bewegung sorgt die tunesische Produzentin Deena Abdelwahed, deren jüngste Veröffentlichungen Khonnar und Dhakar dem Dancefloor ebenso Beine macht wie der Diskussion um orientalistische Strukturen in der Clubkultur, die Produzentin Umfang sowie das indonesische Kollektiv Gabber Modus Operandi.

Inwendigere Klänge kommen von Ellen Arkbro und UCC Halo, während der Norweger Helge Sten als Deathprod mit Occulting Disk antifaschistischen Noise hörbar macht. Überhaupt, die besonderen Auftritte: Das Donaufestival bietet einige von ihnen. Das Design-Kollektiv Metahaven – bekannt unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Holly Herndon – stellt eine Installationsarbeit namens „Chaos Theory“ vor, Sonic-Youth-Legende Lee Ranaldo findet mit Raül Refree zusammen, das Moon Duo liefert eine psychedelische „The Lightship“-Show und Jung An Tagen & Rainer Kohlberger zeigen ein audiovisuelles Abstraktionsspektakel.

Das Ganze firmiert unter dem Titel „Machines Like Us“ und vermisst damit aus allerlei künstlerischen Positionen heraus die kontinuierliche Annäherung von Mensch und Maschine im Anthrobotozän. Also: Bitte den Kalendereintrag „Singularität“ updaten.

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SPEX präsentiert Donaufestival
24. – 26.4. Krems an der Donau – Verschiedene Spielstätten