Hell »Video zu »U Can Dance« im Video

Es war der erste Track, den man aus Hells diesjährig erschienenem Album »Teufelswerk« im Netz zu hören bekam, und nun ist die Zusammenarbeit mit Roxy-Music-Sänger Bryan Ferry der letzte Track, mit dem Helmut Geier das Jahr ausklingen lässt: Soeben wurde das neue Musikvideo zur Single »U Can Dance« veröffentlicht, für das Regisseurin Jo Apps von der Londoner Produktionsfirma Partizan verantwortlich zeichnete. Wie schon im Video zu »The DJ« wird der Modebezug Geiers konsequent weiter gedacht: In schwarzen Kleider und dunklem Make-Up feiern junge Models Hells und besonders Ferrys schwelgerische Suche nach Gesellschaft in einem Nachtclub. Zwischendurch sieht man kurze Bild-Einstreuungen des jungen Bryan Ferry, das grobkörnige Schwarz-Weiß-Bild verschnitten mit den gestochen scharfen Aufnahmen Jo Apps wirkt wie ein Nachhall der Erinnerung.

    Es ist erst die zweite Regiearbeit von Jo Apps, zuletzt bebilderte die Britin das Musikvideo zu »Audacity of Huge« von Simian Mobile Disco – was nicht heißen soll, dass sie in Sachen Produktion unerfahren ist: Für Metronomy, Peaches, Golden Silvers und zahlreiche andere kümmerte sich Apps um den Bildschnitt. Und die Outfits der Models Kate Ellery, Shannon Tillery, Betty W, Annie Hammil und Florence Brudenell-Bruce verdienen insofern Beachtung, als dass mit Nova Dando die Stylistin von u.a. La Roux, M.I.A. und New Young Pony Club verpflichtet wurde. Auf das Musikvideo wird sich außerdem Hells neues Single-Artwork beziehen: Neun stilisierte Bildschirme zeigen Stills aus dem Video.

    Im Januar wird die von Peter Kruder, Christian Prommer und Roberto Di Gioia koproduzierte Single »U Can Dance« auf Hells Label International Dee Jay Gigolo Records erscheinen, begleitet wird der Track dann von Bearbeitungen des britischen Produktionsteams Simian Mobile Disco, von DFA-Records-Mitbetreiber Tim Goldsworthy und gleich zwei Remixes von Detroit-Techno-Legende Carl Craig. Der befreit den Track von der Kraftmeierei des Originals, schafft mehr Raum für Ferrys Stimme und setzt seine Akzente in Variante 1 vor allem über Claps, in der zweiten Version über dominante Synthesizer-Aufbauten – gemein haben beide die satte Detroit-Bassdrum. Geht Tim Goldsworthy den Track in den ersten beiden Minuten noch leichtfüßig und gleichzeitig vertrackt an, wechselt er nach zweieinhalb Minuten zu mächtig verzerrten Blechbläser-Sound, wie man sie aus Justices »Waters of Nazareth« kennt. Zuletzt bleiben sich Simian Mobile Disco treu: Ihr Remix steuert so ziemlich alle Steckverbindungen ihres Synthesizerturms an und gluckert so fröhlich Richtung Peaktime.

    Neben dem Single-Release hängt sich Hell gerade für einen Spirituosenhersteller rein: Für die Vodka-Marke Smirnoff scoutet Geier nach prägnanten Club-Erlebnissen, ruft zur Einsendung bzw. Bewertung von außergewöhnlichen Situationen, Momenten und Erinnerungen auf. Als (erwachsener) Besucher des betreffenden MySpace-Profils kann man bis Anfang Januar 2010 entweder eigene Ideen – oder besser: Kurznachrichten aus dem Kopf – formulieren und eine Flipcam samt vierstelligem Geldpaket gewinnen, oder die bereits eingesandten Gedanken bewerten. Hier beginnt der interessante Teil: Als registrierter Smirnoff-Nutzer erhält man per E-Mail drei Hell-Tracks, darunter die neue Single »U Can Dance« – alles als kostenloses MP3-File. Video, Vodka, MP3 – ein Vorgeschmack auf den physischen Tonträger im dreifachen Sinne also.

 


VIDEO: Hell – U Can Dance feat. Bryan Ferry

3 KOMMENTARE

  1. […] Mein Sohn Isaac steckt in der Dance-Szene und kennt DJ Hell. Er legt auf und so weiter, außerdem hilft er mir bei den Album-Covers und dokumentiert unsere Arbeit. Er vermittelte den Kontakt, und Hell fragte, ob wir etwas machen wollen. Wir hatten einen Song, der noch nicht einmal fertig war, sehr untypisch für mich, ich bin eigentlich ein sehr kontrollbesessener Mensch, aber in diesem Fall gab ich ihm einen unfertigen Titel, und er hat wirklich etwas Tolles daraus gemacht. […]

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