Digitale sind die besseren Zeichen

Wie der DVD & Video-Report gestern berichtete, plädieren Wissenschaftler des Darmstädter Frauenhofer Instituts (die Erfinder des MP3-Formats) für die Einführung von digitalen Wasserzeichen für elektronische Medien zum Schutz vor Raubkopien gefordert. "Es ergebe keinen Sinn, die legale Nutzung …
Wie der DVD & Video-Report gestern berichtete, plädieren Wissenschaftler des Darmstädter Frauenhofer Instituts (die Erfinder des MP3-Formats) für die Einführung von digitalen Wasserzeichen für elektronische Medien zum Schutz vor Raubkopien gefordert. "Es ergebe keinen Sinn, die legale Nutzung von digitalen Medien immer komplizierter zu gestalten und damit den ehrlichen Käufer zu bestrafen", wird ein gewisser Martin Steinebach vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) zitiert. Kopierschutzsysteme auf CDs z.B. hätten den Nachteil, auf bestimmten Playern nicht abspielbar zu sein. was schon länger der Fall und ein Problem ist. "Dagegen würde ein Raubkopierer belohnt, wenn er den Kopierschutz knackt und somit alles auf jedem Endgerät abspielen könne. Mit Wasserzeichen versehene CDs könnten dagegen ohne technische Probleme abgespielt werden. Wer das illegal tue und Musikstücke etwa ins Internet stelle, sei über das digitale Wasserzeichen identifizierbar und könne zur Verantwortung gezogen werden." Ein hübscher Vorschlag, allerdings nicht sonderlich praxisnah, es sei denn die Wissenschaft hat bereits eine Lösung in der Hinterhand. In der Musikindustrie wird jedenfalls schon seit geraumer Zeit mit digitlane Wasserzeichen gearbeitet. Was einen enormen Aufwand bedeutet. Und zwar in den Musikredaktionen. Dort treffen seit Monaten vermehrt personalisierte, mit digitalen Wasserzeichen versehene CDs ein. Sollte einer der Journalisten eine solche als MP3s ins Netz stellen, kann zurückverfolgt werden, welcher "Pirat" dahinter steckt. Mit welchen Probleme und – ob der horrenden Streitsummen – Gefühslwallungen die Journallie deshalb zu kämpfen hat, davon können wir euch ein Lied singen. Aber immerhin haben wir dieses vorher noch zu hören bekommen…. Derweil fand übrigens vom 28. bis 30. April in Hamburg eine große Antipirateriekonferenz in Hamburg statt, bei der Experten aus 35 Nationen teilnahmen und sich gegenseitig darin bestärkten, dass nur eine internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen des Rästels Lösung ist. Tatsächlich wurden auch neue Strategien vorgestellt, ein holographisches Sicherungssystem z.B., mit dem Buena Vista Home Entertainment ab sofort ihre DVDs schützt, oder ein Softwareprogramm zur Identifizierung von Internetpiraterie. Wie auch immer das funktiuoniert. Erstmal viel wichtiger: "Im Anschluss an die Konferenz wurden am 30. April mit einer großen Gala "20 Jahre GVU" gefeiert", berichtet die Musikwoche.

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