Blühende Zentren zwischen den Ruinen

Detroit gilt als Geburtsort von Techno und ist als Heimat der Plattenfirma Motown sowie des Proto-Punk-Sounds von MC5 und den Stooges in die Pop-Geschichte eingegangen. Die Funktion der »Motor City« als Zentrum der amerikanischen Autoindustrie hat sich auf alle diese Strömungen und Künstler ausgewirkt: Während MC5 ihre Musik in den späten Sechzigern vor allem als Werkzeug im Klassenkampf verstanden, kopierte der ehemalige Autoarbeiter Berry Gordy Jr. das Fließbandprinzip für seine Motown-Hitfabrik. Und ohne den urbanen Verfall und die sozialen Verwerfungen nach dem Niedergang der Autobranche in den Achtziger Jahren würde wohl auch die Maschinenmusik Techno anders klingen. Welche kulturellen und sozialen Initiativen heute wieder zwischen den Industrieruinen der Stadt aufblühen, zeigt die Web-Dokumentation »Detroit Lives«. Vor der Kamera agiert dabei der Jackass-Stuntman Johnny Knoxville als Forschungsreisender, der ortsansässige Musiker wie Wayne Kramer, den Sänger und Gitarristen von MC5, Techno-Legende Carl Craig, Ko Melina und Zack Wheedon von der Garage-Band The Dirtbombs und den Rapper Black Milk besucht und gemeinsam mit ihnen die Stadt erkundet.

    »Detroit Lives« ist Teil einer »Explorations« getauften Reihe, die sich mit urbanen Brachen und ihren (sub-)kulturellen Nutzungen befasst und vom Schuhhersteller Palladium in Auftrag gegeben wurde. Weitere Expeditionen führen unter anderem zu Piratensendern in London und verlassenen Orten in New York.

 


Trailer: Detroit Lives

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