DIE RUHE VOR DEM RAUCH

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Bürgermeister Bloomberg, der ja bekanntlich das Projekt der schleichenden Entvitalisierung des großen Apfels seines Vorgängers und Nationalhelden Guiliani voller Eifer fortzusetzen gewillt ist, möchte zwei Dinge auf einmal, und das, das wissen bei uns sogar die Kinderüberraschungskinder, geht nun wirklich nicht. Einerseits, so der Wille des Saubermanns, sollen sein Städtchen und dessen Straßen und Plätze leise sein, andererseits soll in Zukunft, nach kalifornischem "Vorbild", in keinem Club und keiner Bar mehr zur Zigarette gegriffen werden. Worauf logischerweise das Lager der Gegner jedweder solcher Restriktionen mit dem Hinweis kontern musste, wie denn bitte die Gassen und Bürgersteige vor und um Bars, Restaurants und Diskotheken nachbarschaftsfreundlich, friedlich und leise sein sollen, wenn sich allnächtlich die Nikotinsüchtigen vor ihren Lokalen versammeln, um sich alle halbe Stunde ihre notwendige Dosis reinzuziehen? Muss da also auch das Sprechen beim Rauchen verboten werden, das hörbare Ein- und Ausatmen gar? Oder sollte man generell auch das Rauchen auf der Straße dem Trinken gleichsetzen? Sollte man New York nicht einfach konsequenterweise gleich gänzlich von Menschen säubern, von diesen lauten, stinkenden und unberechenbaren Wesen? Nur Herr Bloomberg darf dann zurückbleiben in seinem staub-, lärm- und rauchfreien Büro und sich sein Werk genüsslich betrachten: eine tote Stadt.
Die Kleinkämpfe zwischen Bürgermeisteramt und Bürgerrechtlern in New York City haben einem Artikel der Village Voice zufolge kürzlich zu einem neuen, recht paradoxen Zankapfel geführt.
Bürgermeister Bloomberg, der ja bekanntlich das Projekt der schleichenden Entvitalisierung des großen Apfels seines Vorgängers und Nationalhelden Guiliani voller Eifer fortzusetzen gewillt ist, möchte zwei Dinge auf einmal, und das, das wissen bei uns sogar die Kinderüberraschungskinder, geht nun wirklich nicht. Einerseits, so der Wille des Saubermanns, sollen sein Städtchen und dessen Straßen und Plätze leise sein, andererseits soll in Zukunft, nach kalifornischem "Vorbild", in keinem Club und keiner Bar mehr zur Zigarette gegriffen werden. Worauf logischerweise das Lager der Gegner jedweder solcher Restriktionen mit dem Hinweis kontern musste, wie denn bitte die Gassen und Bürgersteige vor und um Bars, Restaurants und Diskotheken nachbarschaftsfreundlich, friedlich und leise sein sollen, wenn sich allnächtlich die Nikotinsüchtigen vor ihren Lokalen versammeln, um sich alle halbe Stunde ihre notwendige Dosis reinzuziehen? Muss da also auch das Sprechen beim Rauchen verboten werden, das hörbare Ein- und Ausatmen gar? Oder sollte man generell auch das Rauchen auf der Straße dem Trinken gleichsetzen? Sollte man New York nicht einfach konsequenterweise gleich gänzlich von Menschen säubern, von diesen lauten, stinkenden und unberechenbaren Wesen? Nur Herr Bloomberg darf dann zurückbleiben in seinem staub-, lärm- und rauchfreien Büro und sich sein Werk genüsslich betrachten: eine tote Stadt.

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