»Die meisten Regisseure interessieren sich nicht für Musik. Das ist eine Sache für sich.«: Filmkomponist James Horner ist gestorben

Foto: Hollywood in Vienna / Arman Rastegar

Der Komponist James Horner ist tot. Wie US-Medien berichten, ist der 61-Jährige am 22. Juni als einziger Insasse in seinem eigenen Flugzeug in Santa Barbara / Südkalifornien tödlich verunglückt.

Titanic ist nur die Spitze des Eisbergs: Horner, 1953 in Los Angeles geboren, begann seine Laufbahn als einer der erfolgreichsten Filmkomponisen mit der Titelmusik zu Star Trek II: Der Zorn des Khan von 1982. Über die Publikumsrenner Titanic, A Beautiful Mind, Apollo 13 oder Braveheart hinaus vertonte er mehr als 100 Filme, komponierte in den achtziger Jahren zudem das klassische Orchesterwerk Spectral Shimmers.

Horner war ein Mann der Hymnen, zumeist arbeitete er orchestral, strikt der Tonalität verpflichtet – unter anderem mit dem Londoner Symphonie Orchester. Für den Soundtrack zum Animationsfilm Avatar setzte er vor allem auf folkloristische Elemente. Horner war bereits für den Fortsetzungs-Soundtrack engagiert.

Für seinen Score zum Film Aliens wurde der studierte Pianist 1986 erstmals für einen Oscar nominiert. 1998 erhielt er zwei Academy Awards sowie einen Golden Globe für die Titelmusik zu Titanic um den von Celine Dion interpretierten Hit »My Heart Will Go On«. Er gilt als meistverkaufter Score der Filmgeschichte. Über die Zusammenarbeit mit Größen wie Steven Spielberg oder Ron Howard sagte Horner einmal: »Ich bin nicht so eng mit den meisten Regisseuren und Produzenten, sie interessieren sich nicht für Musik. Das ist eine Sache für sich.«

Eine offizielle Bestätigung der Behörden steht noch aus, Horners Assistentin Sylvia Patrycja teilte die Meldung jedoch über die sozialen Netzwerke: »Wir haben eine tolle Person und ein großes Herz verloren. Er ist bei dem gestorben, was er geliebt hat.« Horner war ausgebildeter Pilot.

 

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