Gezähmte Experimentierfreude: Im September letzten Jahres brachte Devendra Banhart sein Album Ma heraus. Nun geht er damit auf Tour und ist auch an drei Orten in Deutschland zu sehen – SPEX verlost Tickets.

Devendra Banhart veröffentlichte vor Kurzem sein zehntes Studioalbum Ma. Es geht um, nomen est omen, Mutterschaft. Vergleicht man es mit seinen neun Vorgängerplatten, lassen sich zwei Dinge feststellen: Erstens ist Ma ruhiger, definierter, reduzierter. Zweitens ist Devendra Banhart immer noch Devendra Banhart. Ma ist ein Album voller Liebe und Sanftheit, das von der experimentellen Ader des amerikanisch-venezolanischen Sängers geprägt ist.

Devendra Banhart by Lauren Dukoff 2020
Auch in Schwarz/Weiß immer noch er selbst – Devendra Banhart (Foto: Lauren Dukoff).

Seit Veröffentlichung seiner Alben Mala im Jahr 2013 und Ape In Pink Marble drei Jahre später hatte es den Anschein, als würde Banhart eine Veränderung durchmachen. Sein Label als Vollzeit-Freak-Folker wird er zwar nicht los, doch hat sich Banhart mittlerweile nicht nur das bunte Zeug aus dem gewischt, sondern nutzt seine Musik mittlerweile mehr als Vehikel für eine Auseinandersetzung mit seiner Identität. Sprachlich wird das aufgefangen: Drei der Songs auf Ma singt er auf Spanisch, einen auf Portugiesisch, den Rest wie überwiegend gewohnt in englischer Sprache.

Aber Banhart wäre auch nicht er, wenn er nicht zumindest ein bisschen Verwirrung stiften würde. „Kantori Ongaku” beispielsweise mit einem japanischen Titel und Country-Anklängen. Raum für Interpretation lässt das allemal. Manchmal auch zu den ganz großen: In der Singleauskopplung „Memorial” besingt er den Verlust von geliebten Menschen auf eine Weise, die Assoziationen zu Leonard Cohen aufkommen lässt.

Mehr Infos und Tickets findet ihr hier.

SPEX verlost 2×2 Tickets für Devendra Banhart. Um teilzunehmen, bitte einfach eine Mail mit vollständigem Namen und dem Betreff „Devendra Banhart” an gewinnen@spex.de schicken. Viel Glück!

SPEX präsentiert Devendra Banhart (live)
24.01. Berlin –  Astra Kulturhaus
26.01. Leipzig – Felsenkeller
29.01. Köln – Carlswerk Victoria