Das Branchen-Magazin Billboard gönnt sich ein Redesign, Trent Reznor hat die Schnauze voll vom Web 2.0, DJ Premier ehrt Michael Jackson und über das Copyleft wurde eine Dokumentation gemacht.

  • INDUSTRIE: Billboard.com mit neuem Screendesign
    Die amerikanische Musikindustrie-Webseite Billboard.com wurde soeben gerelauncht. Neben einem wesentlich aufrgeräumteren Layout, neuer Navigation und zahlreichen zeitgemäßen Funktionen stechen vor allem zwei praktische Tools derart heraus, dass sie am linken Bildschirmrand angebracht wurden: zum einen kann die neue Billboard-Seite nun Musik über den Streamingdienst LaLa abspielen, außerdem kann man über den »Visualizer« Meta-Informationen zur früheren Charthistorie einzelner Songs abrufen. Keine Panik: die ganz regulären Charts sind selbstverständlich weiterhin verfügbar.
  • DIGITAL: Reznor Bites The Hand That Feeds, Deletes His Twitter Account
    Trent Reznor, Kopf der Nine Inch Nails, findet das Web 2.0 nicht mehr ganz so schön. Konsequenz: wie Techcrunch berichtet, hat Reznor seinen bisher sehr unterhaltsamen Twitter-Account gelöscht, seine Privatspähre sei in Gefahr gewesen.
  • MP3: DJ Premier – R.I.P. Michael Jackson Tribute Mix
    DJ Premier, amerikanischer Produzent und Plattenspieler, ist mittlerweile selbst beinahe eine Legende, zumindest auf einem anderen Popularitätslevel. Er arbeitete mit Jay-Z, KRS-One, M.O.P., Guru, Afu-Ra, Nas, Notorious B.I.G., Mos Def, Talib Kweli und feilte fortwährend an der Technik des DJings – er ist also nicht ganz unbeteiligt an der Geschichte des Hiphops. Anlässlich des Todes von Michael Jackson hat er ein spitzenmäßiges Tribute-Mixtape mit vor allem Jackson 5-Songs kompiliert, das als kostenloser MP3-Download zur Verfügung steht.
  • FILM: rip! – A Remix Manifesto
    Die Dokumentation »rip! – A Remix Manifesto« von Regisseur Brett Gaylor beschäftigt sich mit dem Internet und den Folgen der digitalen Evolution: nachgegangen wird in Interviews vor allem der Frage nach dem Urheberrecht, der Definition des Autors im Internet, dem Gedanken des Remixings als eigenständiges, künstlerisches Handwerk und natürlich den Versuchen der Urheberrechtsinhabern, diese Nutzungsformen zu verhindern. Zu Wort kommen u.a. der Musiker und Mashup-Produzent Greg Gillis alias Girl Talk, Open Source- und Creative Commons-›Lobbyist‹ Lawrence Lessig sowie BoingBoing-Blogger und Autor Cory Doctorow. Eines sollten wir noch erwähnen: in den USA lebende Bürger/User können sich den Film herunterladen, alle anderen können den Film hier streamen – und selbstverständlich remixen.

Ergänzende Vorschläge für den Spextrakt nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.