Der Spextrakt vom 15. September 2009

The Kanye-Incident, Teil 1: Kanye vs. Jay Leno – – – Teil 2: YouTube Users vs. Viacom – – – Teil 3: Obama vs. Kanye – – – Außerdem im Programm: 8-Bit-Schulvideo von They Might Be Giants – – – Neuer Panda-Bear-Song im Stream – – – Die Outtakes von Jay-Z als MBlueprint3 – – – Die LCD-SoundsystemRemixes als MP45:33 – – – Der Spextrakt.

  • VIDEO: Kanye West at Jey Leno Show on interrupting Taylor Swift at MTV VMAs
    Scheinbar doch keine Inszenierung? Dabei sind die MTV Video Music Awards doch in der Regel nicht arm an sauber am Reissbrett entworfenen Skandälchen (wir erinnern uns an das ›ruchlose‹ Brüno-Eminem-Sandwich bei den MTV Movie Awards). In der gestrigen Ausgabe der Jay Leno Late Night Show durfte Kanye West überraschend als Gast auftreten – auf eigenen Wunsch hin. Vor laufender Kamera gab sich West tief bestürzt ob seines Taylor-Swift-Disses, entschuldigte sich und atmete schließlich schwer, als Leno – nicht ganz Gentleman-like – nachfragte, ob sich Kanyes Mutter vielleicht für ihren Sohn geschämt hätte, hätte sie die Aktion miterlebt. Anmerkung der Redaktion: Kanye Wests Mutter starb im vorletzten Jahr an den Folgen einer Operation. Wir erwarten Jay Lenos Entschuldigung innerhalb der nächsten 24 Stunden.
  • MEDIEN: Kanye West vs. Taylor Swift? Try YouTube Users vs. Viacom
    Und noch einmal der Kanye-Incident, diesmal allerdings im urheberrechtlichen Zusammenhang: Brian Stelter skizziert im Blog »Media Decoder« der New York Times die medialen Vorgänge nach Kanyes Taylor-Swift-Diss. Wer das Skandälchen nicht Live vor dem Fernseher verfolgte, suchte – nach jahrelanger entsprechender Konditionalisierung – auf YouTube nach dem Filmschnipsel. Viacom, die Mutterfirma von MTV, tat allerdings ihr bestes, um YouTube frei von ihrem (exklusiven) Content zu halten, ließ Videos reihenweise löschen. Da die Clips auch auf MTV.com zu finden waren (bzw. exklusiv gefunden werden sollten), darf man das als normales Geschäftsgebahren bezeichnen. Für den normalen User bleiben solche Löschungen natürlich ein Nachteil: man registriert zwar die plötzlich fehlenden Inhalte, versteht aber noch lange nicht, warum diese gelöscht wurden.
  • MUSIK: Obama said to call Kanye West a »jackass« – but not officially
    Der »Kanye-Incident« trägt immer merkwürdigere Blüten: Auf Twitter meldete Terry Moran, ein Reporter des Fernsehsenders ABC, dass sich der amerikanische Präsident Obama zu Kanye West geäußert habe: »Pres. Obama just called Kanye West a ›jackass‹ for his outburst at VMAs when Taylor Swift won. Now THAT’s presidential.« Jene Äußerung soll dabei kein offizieller präsidialer Ausbruch gewesen sein – Moran habe den Satz im nichtoffiziellen Teil eines anderen Interviews aufgeschnappt, der betreffende Tweet wurde mittlerweile gelöscht, ABC entschuldigte sich, Hurrah!
  • VIDEO: They Might Be Giants – Put It to the Test
    Warum so nicht ewig weitermachen? Nach dem Clip zu »Meet the Elements« schieben They Might Be Giants nun ein tolles E-Learning-8-Bit-Video zu »Put It to the Test« nach. Zwei wissenshungrige Laborkittel arbeiten sich dabei im Jump&Run-Modus durch die verschiedenen Level eine 8-Bit-Landschaft. Noch mehr Wissenswahnsinn verbreiten übrigens auch ihre Videos zu »Science is Real« und »Electric Car«, dem neuen Kinder-Album »Here Comes Science« entnommen.
  • STREAM: Panda Bear – Untitled 1 & 2 (Live at ATP New York)
    Am vergangenen Wochenende gastierten die All Tomorrow’s Parties in New York, inhaltlich gestaltete (›kuratiert‹) wurde das Festival diesmal von den Flaming Lips, die neben Sufjan Stevens, Deerhoof, Shellac, Boredoms, Boris, Melvins, Animal Collective und vielen anderen Live spielten. Auch Noah Lennox, Mitglied von Animal Collective, trat unter seinem Solo-Namen Panda Bear auf, und spielte unter anderem zwei neue Stücke: der erste unbetitelte Song setzt auf einen sanft pumpenden Herzschlagrhythmus, im zweiten Track hört man babylonisches Lautgewirr aus tropischen Wäldern.
  • MP3: Jay-Z – The Blueprint 3 Outtakes
    Alles muss man selber machen: Anfang des Jahres – so erinnert sich der Produzent Alex Goose – sei ein A&R auf ihn zugekommen, um ihn für die Mitarbeit an Jay-Zs neuem Album zu gewinnen. Goose sagte zu, produzierte und arrangierte, im Endeffekt sei aber keiner der Tracks auf dem Album gelandet. Wie könnte »The Blueprint 3« also noch klingen?, wären Gooses Produktionen enthalten? Die Antwort darauf gibt der New Yorker selbst, die Outtakes hat er kurzerhand als Stream und MP3-Download ins Internet gestellt. (via @Testspiel)
  • STREAM: LCD Soundsystem – 45:33 Remixes
    Vor knapp drei Jahren erschien »45:33« (ein Jogging- bzw. Marathon-Soundtrack von LCD Soundsystem für den Sportartikel-Hersteller Nike), das neue Studio-Album von LCD Soundsystem wurde für den Februar nächsten Jahres annonciert. Die Aufmerksamkeitsflaute peppt nun die Veröffentlichung von »45:33 Remixed« auf, eine Remix-Sammlung einzelner Passagen des Laufprogramm-Soundtracks, die Bearbeitungen stammen u.a. von Prince Language, Theo Parrish, Prins Thomas sowie Padded Cell, und mit Riley Reinhold wurde zudem erstmals ein DFA-Remix-Auftrag nach Köln vergeben. Die gesamten Remixes von »45:33 Remixed« kann man nun bei Last.fm streamen. (via Uli Eulenbruch)

Ergänzende Vorschläge für den Spextrakt nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.

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