Der Spextrakt vom 14. August 2009

US-Bands für soziale Gesundheitsreform – – – Annie-Album erscheint doch noch – – – Corinne Day bittet um Spenden, verteilt nackte Kate Moss – – – Homophobie-Vorwürfe gegen Kanye West – – – Radiohead gedenken totem Weltkriegs-Veteran – – – Der Spextrakt.

  • POLITIK: The Fiery Furnaces rufen zur Gesundheitsreform auf
    US-Präsident Barack Obama bemüht sich derzeit um positive Öffentlichkeit für seine ambitionierte Gesundheitsreform, das teure Projekt wird in den USA heftig debattiert. Die Fiery Furnaces – wir berichteten kürzlich über ihren ungewöhnlichen Musikvertrieb – rufen nun Bands dazu auf, ihre Tourneen zu Demos pro Gesundheitsreform aufzubau(sch)en. In einem Blog-Eintrag erläutert das Duo ihre Motivation. Manko: die gewählten Formulierungen dürften wohl alle amerikanischen Klischees bestätigen: »Patriotic American Rock-n-Roll Fans must surely agree that our nation is in desperate need of health care reform.«
  • MUSIK: A for Amazing
    Das bereits für 2008 zur Veröffentlichung gedachte, dann verschobene, geänderte, in drei Meter Tiefe vergrabene und schließlich wiedergefundene Annie-Album »Don’t Stop« soll nun doch noch erscheinen. Alle Details dazu finden sich auf Popjustice.com, das »überwältigende« Album-Cover kann man wiederum hier betrachten.
  • Save the Day – Of The Minute
    Die britische Modefotografin Corinne Day, bekannt u.a. durch ihre Strecken in The Face und der britischen Vogue, leidet seit zehn Jahren an einem Gehirntumor. Die Website models.com hat nun zu einer Spendenaktion aufgerufen, da Day nach mehreren Behandlungen über keine weiteren finanziellen Ressourcen verfügt, nicht mehr arbeiten kann und dringend Geld für eine weitere Operation braucht. Jeder, der 100 britische Pfund spendet, bekommt ein Print eines Nacktporträts von Kate Moss, das Corinne Day 2001 für das holländische Modemagazin Dutch fotografierte.
  • MUSIK: The rise of no homo and the changing face of hip-hop homophobia
    Vor vier Jahren erklärte Kanye West, er liebe seinen schwulen Cousin, und sprach sich gegen Homohass im Hiphop aus. In Jay-Zs aktuellem Hit »Run This Town« hört man West nun rappen: »It’s crazy how you can go from being Joe Blow to everybody on your dick – no homo.« Wie passt das zusammen? Der amerikanische Journalist Jonah Weiner macht sich im Online-Magazin Slate Gedanken darüber, was die u.a. auch schon bei Cam’ron und Lil’ Wayne aufgetauchte Floskel »no homo« zu bedeuten hat und ob sie möglicherweise für eine andere, etwas weniger schlimme Homophobie im Hiphop steht als das alte, allzu bekannte »faggot«-Gelaber.
  • MP3: Radiohead – Harry Patch (In Memory of)
    An ein neues Album denkt man im Hause Radiohead derzeit nicht. Oder präziser: über das Albumformat denkt man bei Radiohead derzeit nach. In Zukunft möchte die Band mittels eines neuen, eigens entwickelten Formats den physischen wie digitalen Markt bedienen, verriet Thom Yorke dem Magazin »The Believer« in einem Interview (Auszüge hier). In der Zwischenzeit haben Radiohead auf der W.A.S.T.E.-Webseite das neue Stück »Harry Patch (In Memory of)« veröffentlicht, welches zu Ehren des kürzlich 111-jährig gestorbenen, ältesten 1.-Weltkriegs-Veteran Harry Patch geschrieben wurde. Das wird natürlich nicht einfach verschenkt: ein britisches Pfund muss man schon dafür hinlegen.
  • The Sartorialist: On the Street….Slim Sleeve, Florence

Ergänzende Vorschläge für den Spextrakt nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.

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