Der Spextrakt vom 11. August 2009

Das Internet ist gefährlich und braucht neue Regeln, meinen die einen. Das Internet braucht wie Clubs nur ein paar nette Türsteher, finden andere. Außerdem im heutigen Spextrakt: die Musikwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist mal wieder im Wandel und im Fernsehen laufen reihenweise die achtziger Jahre.

  • TV: Pop der Achtziger – Gut und grauenvoll
    Im zusammengelegten Kulturteil der Zeit und des Tagesspiegels berichtet Gerrit Bartels über die neue Arte-Reihe »Welcome to the Eighties«, deren erste Folge heute Abend gesendet wird. Der Trailer zur ersten Folge – heute mit Post-Punk – findet sich hier, Erwähnung finden Devo, Gang of Four, Simon Reynolds, The Clash, D.A.F. und viele andere. Die sechsteilige Reihe sieht man immer Dienstags und Donnerstags, es folgen Beiträge zu Synthie Pop, Hiphop, Charts-Pop, Industrial und Gothik, sowie House, Techno und Acid. Einschalten!
  • DIGITAL: Türsteher und YouTube-Zensoren, Partys und Pornografie – und kreative Selbstbehauptung
    Auf seinem privaten, immer wieder sehr unterhaltsamen und lehrreichen Blog Achtmillarden.com schreibt unser geschätzter Autor Oskar Piegsa aktuell über die Türsteher-Politik – im reellen wie virtuellen Leben. »Der kreative Umgang mit sichtbaren Regeln ist allemal besser als die Ohnmacht gegenüber unsichtbaren.«
  • DIGITAL: Zehn Thesen zum Web – Warum die Dummheit des Internets ein Segen ist
    In einem langen, sehr lesenswerten Aufsatz für Spiegel Online stellt Christian Stöcker zehn Thesen zum Internet auf. Dabei wird nicht nur das Funktionieren des Internets und seiner Infrastruktur auf einer sachlichen Ebene analysiert, sondern auch seine größten Schwachstellen – an deren erster Stelle stets der Benutzer steht, nicht unbedingt die Technik. Ebenfalls nicht uninteressant: Das Titelbild der Printausgabe wurde diesmal von eBoy gestaltet.
  • INDUSTRIE: Musikmesse »c/o pop« – Am mageren Ende des Longtails
    In der taz schreibt Christian Wertschulte im Allgemeinen über die am Mittwoch beginnende Convention bzw. das Festival c/o pop und im Speziellen um den »Long Tail« der Nordrhein-Westfälischen Musikwirtschaft. Das größtenteils prekäre Arbeiten der Freiberufler und Labels, aber auch die Gründung der Arbeitsgemeinschaft »Sound of Cologne« sowie der Strukturwandel von Labels wie Kompakt und dem Laden und Vertrieb a-Musik stehen dabei im Mittelpunkt.

Ergänzende Vorschläge für den Spextrakt nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.

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