e Parallele zwischen der Hauptfigur des Romans und Marcel Reich-Ranicki", sowie "eindeutig antisemitische Anspielungen".

"Tod eines Kritikers" erzählt von einem Star-Kritiker, der vermeintlich ermordet wird – der Mord, der von einem von ihm verrissenen Schriftsteller ausgeführt wird, ist jedoch nur vorgetäuscht. In einem offenen Brief an Walser spricht Frank Schirrmacher, für das Feuilleton zuständiger Mitherausgeber der F.A.Z., von einem "Dokument des Hasses" und von offensichtlichen "Mordphantasien" – "Einen Roman, in dem die Ermordung des Kritikers fiktiv nachgeholt wird, wird diese Zeitung nicht abdrucken." Reich Ranicki will sich momentan noch nicht weiter äussern. Walser reagierte überrascht – er habe niemals gedacht, dass dieses Buch auf den Holocaust bezogen wird. Ach so.
Da kann man nicht mehr von Missverständnissen sprechen. Die F.A.Z. hat einen Vorabdruck von Martin Walsers neuem Roman abgelehnt. Stein des Anstosses seien in erster Linie die "klare Parallele zwischen der Hauptfigur des Romans und Marcel Reich-Ranicki", sowie "eindeutig antisemitische Anspielungen".
"Tod eines Kritikers" erzählt von einem Star-Kritiker, der vermeintlich ermordet wird – der Mord, der von einem von ihm verrissenen Schriftsteller ausgeführt wird, ist jedoch nur vorgetäuscht. In einem offenen Brief an Walser spricht Frank Schirrmacher, für das Feuilleton zuständiger Mitherausgeber der F.A.Z., von einem "Dokument des Hasses" und von offensichtlichen "Mordphantasien" – "Einen Roman, in dem die Ermordung des Kritikers fiktiv nachgeholt wird, wird diese Zeitung nicht abdrucken." Reich Ranicki will sich momentan noch nicht weiter äussern. Walser reagierte überrascht – er habe niemals gedacht, dass dieses Buch auf den Holocaust bezogen wird. Ach so.