Das neue Myspace

Das neue Myspace — SPEX ist schon da

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Die Reise beginnt im Menü links in der Home-Ansicht. Videos werden uns noch keine zum »Connecten« angeboten, bei den Alben gibt es Kendrick Lamar, Bat for Lashes (so weit, so gut) und … Swedish House Mafia. Autsch. Den vorgeschlagenen James-Blake-Song erreicht man nur über Umwege, seitdem lädt und lädt er. (Später klappt es doch.) Das neue Myspace, das heute freigeschaltet wurde, hakt hier und da noch, macht aber zumindest optisch eine zunächst ordentliche Figur: bilderlastiger, schlanker, dazu horizontales statt vertikales Scrollen, und das (noch) ohne Anzeigen. Obendrein viel Grau, was jedoch u.a. die Bio des direkt eingerichteten SPEX-Profils kaum leserlich macht.

   »Let's keep it simple« heißt es an einer Stelle. Vielleicht wird dies im neuen Myspace aber überstrapaziert – Streamnachrichten sind auf magere 150 Zeichen begrenzt, als Künstler, mit denen man in Verbindung treten kann, wurden uns beispielsweise nur Justin Timberlake, Timbaland und Beyoncé vorgeschlagen. Das ist geschmackseindimensional. Und klar, Teilhaber Timberlake nutzt die Plattform, wie zu erwarten, gleich als eigene Promomaschine für seine neue Single. Dafür gibt es unter »Discover« gibt es weiterhin eine redaktionelle Betreuung, mit Facebook & Co kann sich weiterhin vernetzt werden (Es ist sogar zwingend nötig, sonst bleibt – das wurde beim Konzept ignoriert – der Stream weiß und leer.), und angeblich stehen jeder und jedem je zwei GB Speicherplatz zur Verfügung, nur die bleiben erstmal gut versteckt. 

   Einiges wird sicherlich noch optimiert werden. Ob Myspace sich damit allerdings gegenüber Bandcamp und vor allem dem sich stetig weiterentwickelnde Soundcloud als (soziale) Streamingplattform behaupten kann, bleibt zweifelhaft. Die grau-weiße Leere muss auf jeden Fall schnell gefüllt werden.

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