Dancing With Myself

Carsten Meyer sucht den NischenstarTobi Müller, lange Jahre Feuilleton-Redakteur beim Zürcher Tagesanzeiger, und der Musikchef des Schauspiels Leipzig und Spex-Autor Christoph Gurk haben ein Festival auf die Beine gestellt. Es kümmert sich um die offenen Fragen von »Musik nach der Digitalisierung«, nennt sich »Dancing With Myself« und verspricht einen Mix aus Theorie und Plaisir.

     So eröffnen am Abend des 16. Januar zwei Namen aus der AH des informierten Gitarrenpop das Festival: David Grubbs und die Young Marble Giants. Am Samstag, den 17. Januar beginnen die Panels und Diskussionen. Um 18h diskutieren Mercedes Bunz, Matthew Herbert und Ulf Poschardt nach einem Impulsreferat von Tobias Rapp über Dance-Musik als Beispiel für den Siegeszug der Nischenkultur. Drei Stunden weiter, und man spricht nach einem einleitenden Vortrag von Mark Terkessidis über den »Strukturwandel der Pop-Öffentlichkeit«.

     Nebenan spielt dann bereits die Matthew Herbert Big Band. Um 23h schließlich machen Gudrun Gut, Carsten Erobique Meyer und Thomas Meinecke RTL-Mimikry: Mit »HAU sucht die Nischenstars« präsentiert die Jury ihre Auswahl aus potentiellen Szene-Sternchen, die zuvor per öffentliche Ausschreibung gesucht worden waren. Sonntags wird über Markt und Hochkultur, DIY und die »Wiederkehr der Avantgarden« gesprochen. Dazwischen immer wieder Filme, z.B. Michael Winterbottoms »24h Party People«.

     Zur Einstimmung Diederich Diederichsens Thesen zum »Strukturwandel der Gegenöffentlichkeit« aus der Süddeutschen Zeitung.

Dancing With Myself
16.-18.01.
HAU2, Hallesches Ufer 32, 10963 Berlin

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