Die Corona-Pandemie trifft die Kulturszene hart. Deshalb haben wir in unserem Podcast nachgefragt: Wo liegen die größten Probleme? Wo gibt es Hilfe? Was können wir tun? Und wie gehen Betroffene mit der Situation um? 

Spätestens seit vor einigen Tagen Bars, Clubs und andere Veranstaltungsorte auf unbestimmte Zeit schließen mussten, sollte klar sein: Die Sache ist ernst. Aus medizinischer und gesundheitspolitischer Sicht sowieso. Aber auch mit Blick auf die Existenzen von Millionen von Betrieben, Arbeitnehmer_innen und Selbstständigen, denen innerhalb kürzester Zeit ein Großteil der Einnahmen weggebrochen sind.

Die Lage ändert sich stündlich: Welche Hilfen können Kulturschaffende in diesen Zeiten erwarten? (Bild: Redaktion)

Besonders hart trifft es dabei Kulturschaffende, also Künstler_innen, Veranstalter_innen, Journalist_innen und viele Berufsfelder dazwischen. Und zugegeben: Auch für uns ist die Situation maximal einschneidend. Dennoch haben wir uns in der aktuellen Lage dagegen entschieden, über uns und unsere Ansichten zur Krise zu reden. Stattdessen wollen wir einige Menschen zu Wort kommen lassen, deren Erfahrungen für euch einen Mehrwert darstellen könnten. Menschen, deren Existenzen bedroht sind, die Touren und Projekte absagen müssen, die jeweils andere Mittel und Wege gefunden haben, mit der Lage umzugehen. Aber auch mit Menschen, die helfen können und wollen, an die ihr euch wenden könnt und die mit Kreativität und Solidarität versuchen, die Folgen der Ausnahmesituation ein wenig abzumildern.

Deshalb haben wir im Laufe der vergangenen Woche in einer improvisierten Schalte zwischen Hamburg und Berlin vier Interviews geführt. Mit Theresa Stroetges etwa, Musikerin bei Soft Grid und unter dem Moniker Golden Diskó Ship, die bis vor Kurzem in Italien an einem Projekt arbeitete, und sich nun über den Umgang mit dem Virus in Deutschland wundert. Chris Imler hingegen musste wie so viele andere eine Tour absagen, die eigentlich zur Unterstützung neuer Musik geplant war. Letztere gibt es jetzt exklusiv – Achtung, Weltpremiere! – im SPEX-Podcast zu hören.

Prof. Niko Härting gehört zu den führenden Rechtsanwälten dieses Landes, mit seiner Kanzlei hat er vor wenigen Tagen eine „Corona-Helpline“ eingerichtet, in deren Rahmen sich Betroffene kostenlos und kompetent beraten lassen können. SPEX hat er erklärt, auf was Kulturschaffende jetzt achten müssen. Und Lutz Leichsenring ist Sprecher und Mitglied des executive board der Berliner Clubcommission. Er fordert die Politik zu raschen Hilfen auf und erklärt, wie sich die Berliner Clubszene mit einem Schuss Kreativität selbst hilft und was über die erste Welle an Solidarität hinaus wichtig sein wird.

Unser Gedanke zur Zeit kommt diese Woche von Zebra Katz und hat ausnahmsweise mal nichts mit Corona zu tun, dafür aber mit einem Thema, dass uns schon vor aber auch während und nach der Pandemie beschäftigen wird: Fremdzuschreibungen. Auch Zebra Katz’ Tour wurde abgesagt, aber sein Debütalbum Less Is Moor könnt ihr jetzt auf Bandcamp kaufen.

Den SPEX-Podcast am besten gleich abonnieren! So verpasst ihr keine der neuen Folgen, die euch alle zwei Wochen erwarten. Möglich ist das überall dort, wo es Podcasts gibt. Beispielsweise bei PodigeeAppleSpotifyDeezerSoundcloud oder Mixcloud.