Club-Vertonung für alle!

Ein ganzes Album, zugeschnitten auf einen einzigen Club samt seines Publikums, aufgenommen innerhalb von zwei Stunden an einem Abend: Der Musiker, Komponist und Produzent Matthew Herbert hat in seiner Karriere schon viele zunächst bizarr anmutende Album-Konzepte gewagt, sie aber letztendlich stets in einer schlüssigen Form präsentiert. Am kommenden Mittwoch wird er – wir berichteten – im Frankfurt-Offenbacher Club Robert Johnson die Arbeit zu seinem zweiten 2010 erscheinenden Album aufnehmen, einer Vertonung jeder Nische des Robert Johnsons samt Einrichtung und Publikum. Herbert erläutert:

    »People that come will be like a noise choir: making noises, stamping feet, shouting names, maybe even singing a little. It should be fun, it should be the people of Robert Johnson, it should be an archive of the people and the place. The record is really about those who go there, the scene and the building, it’s not really anything to do with me. I’m there to listen and record. And then hopefully turn it in to music that people can listen to in 100 years time and remember what these times were about. So please come, and help shape the way robert johnson will be remembered.«

    Auf die Frage, warum Herbert aus den anderen internationalen Clubs in Städten wie Sydney, Paris, London, Tokyo oder Ghent ausgerechnet den Offenbacher Club ausgewählt habe, antwortete er ganz selbstverständlich: »Robert Johnson I have seen from the very start. It feels like the one of the few clubs made for our generation, by our generation. and Germany has a great tradition of supporting and encouraging alternative electronic/dance music.«

    Matthew Herbert lädt alle Spex-LeserInnen und natürlich alle anderen interessierten Besucher ein, am Mittwoch den 30. September von 20 bis 22 Uhr an der Album-Produktion der noch unbetitelten Platte teilzunehmen – die Spex-Redaktion wird ebenfalls am Abend partizipieren. Vor Ort werden über die Mikrofonierung des Clubs sämtliche am Abend entstandenen Geräusche aufgezeichnet, ein DJ-Set von Herbert wird man hören, die Teilnehmer des Abends erhalten nach Fertigstellung des Albums außerdem ein kostenloses Exemplar, und selbstverständlich ist der Eintritt zum Robert Johnson am 30. September frei.

ACHTUNG: Anders als zuvor gemeldet – wir bedauern dieses kommunikative Missgeschick sehr – kostet der Eintritt 15 Euro. Dafür erhalten aber alle Teilnehmer

  1. das fertige Album
  2. am Abend etwas zu essen, zubereitet im Club Michel, der wiederum dem RJ-Betreiber Ata gehört, sowie
  3. eine Compilation von Joscha Baumert, der den besten Plattenladen Frankfurts – Deo Records – betreibt und nach Herbert noch auflegen wird.

Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. Sollten Netz-Empfang und Akku im Club mitspielen, halten wir alle Daheimgebliebenen über Twitter ›auf dem Laufenden‹.

Matthew Herbert records Robert Johnson:
30.09. Offenbach – Robert Johnson (Einlass: 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr)
Nordring 131, 63067 Offenbach


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4 KOMMENTARE

  1. […]      Die zehn jeweils nach Städten betitelten Stücke von »One One« wurden über einen Zeitraum von vier Monaten in Herberts Studio in Kent eingespielt und aufgenommen, inhaltlich reflektiert das Album einen einzigen Tag. »One One« wird am 5. April auf Herberts Label Accidental Records erscheinen, die erste Single »Leipzig« wird zudem von einem Musikvideo begleitet, das man aktuell auf NME.com streamen kann. Für Mai wurde nun auch die Veröffentlichung von »One Club« bestätigt, Herberts Konzeptalbum aus dem Club Robert Johnson in Frankfurt-Offenbach. […]

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