Christian Löffler Eisberg

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Die Rezeption seiner Musik als Ausdruck einer innersten Naturverbundenheit drängt sich nicht nur wegen Christian Löfflers ländlicher Herkunft auf. In der visuellen Präsentation seines Debütalbums A Forest bei Ki Records betrieb der Usedomer aber stets ein Wechselspiel zwischen naturnahen und –fernen Bildern. Wo Albumtitel, Cover und Ronni Shendars wunderbares Video zu Feelharmonia (s.u.) ins Dickicht bzw. unter Wasser lockten, zeigten der Albumtrailer haarige Modegestalten und Natasha Todds Blind-Video städtische Gefühligkeitsbedürfnisse.

   Spex zeigt nun nachfolgend erstmals mit Eisberg das vorerst letzte Video zum Album, das – vom Titel quasi aufgezwungen – den ersteren Weg einschlägt. Erneut zeichnen sich Maximilian Bartsch und Christopher Kuss, die auch schon den Trailer drehten, für das Bildwerk verantwortlich. Sie erinnern dabei an jene Versuche früherer Wissenschaftszeiten, den Urknall im Reagenzglas nachzuempfinden: schwarze Rauchwolken schießen durch das Wasser, Plaste-(oder doch Eis-?)-Miniaturen schweben dazwischen, in mikroskopisch anmutenden Nahaufnahmen wird das Chemie-Flora-Gemisch anmutigeingefangen. Solch sich zum Guten entfaltender Minimalismus war in diesem Jahr ansonsten nur noch bei Herr Müller und Martin Sulzers Video für O'Hare (s.u.) von Iron Curtis (Rezension in Spex #339) zu sehen.

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Video — Christian Löffler Eisberg


Video — Christian Löffler feat. Gry Feelharmonia


Video — Iron Curtis O'Hare

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