Montag, September 23, 2019

Donna J. Haraway „Unruhig bleiben“ / Review

Ist biologische Verwandtschaft hinfällig, das Anthropozän gar am Ende? Die feministische Naturwissenschaftshistorikerin Donna Haraway imaginiert ein ethisches Zusammenlebens der Arten: Ihr neues Buch „Unruhig bleiben. Die Verwandtschaft der Arten im Chthuluzän“ ist im Campus Verlag erschienen.

David Lynch „Traumwelten“ / Review

Seit Jahrzehnten versuchen David Lynch-Fans, seine Filme zu enträtseln. Die jetzt auf Deutsch bei Heyne erschienene umfangreiche (Auto-)Biografie hilft – zum Glück – nicht dabei, lässt aber ein paar Einblicke in das Umfeld des Regisseurs und in seinen Kopf zu.

Melissa Broder „Fische“ / Review

Der inneren Leere den Mittelfinger: Melissa Broder hat einen expliziten Roman über Sex, Depressionen und die Sinnsuche geschrieben. „Fische“ ist in der deutschen Übersetzung von Eva Bonné bei Ullstein erschienen.

„Kollektiv politisch denken“ – Ängst Is Now A Weltanschauung / Interview...

Nazis und Goldmund möchten der Neuen Rechten zuvorkommen und die Sprache vor einer Korruption durch Populismus und Extremisierung bewahren. Die Literaturkonferenz „Ängst Is Now A Weltanschauung“ soll dafür den passenden Nährboden bieten-– und lässt jeden mitreden und mitgestalten.

Viv Albertine „To Throw Away Unopened“ / Review

Nach ihrer Autobiografie A Typical Girl hat die frühere The-Slits-Gitarristin Viv Albertine ein weiteres Buch über ihr Leben geschrieben. To Throw Away Unopened ist auf Englisch bei Faber & Faber erschienen.

Ta-Nehisi Coates „We Were Eight Years In Power“ / Review

Über Rassismus und den American Dream: Ta-Nehisi Coates, einer der wichtigsten Intellektuellen der USA, hat zu jedem Obama-Jahr einen Essay geschrieben. Die Sammlung We Were Eight Years In Power. Eine amerikanische Tragödie ist jetzt in der deutschen Übersetzung von Britt Somann-Jung im Carl Hanser Verlag erschienen.

Weil es Bier gibt – Josefine Rieks’ „Serverland“ / Literaturfeature

Was bleibt, wenn die Digitalisierung gescheitert ist? Scham, Elektroschrott und die Deutsche Post. Josefine Rieks’ „Serverland“ spielt in einer Gesellschaft, die ihr digitales Erbe verdrängt – bis Jugendliche versuchen, die vermeintlich goldenen Zeiten der Vernetzung wiederzubeleben.

Daniel Galera „So enden wir“ / Review

„So enden wir“, der fünfte Roman des brasilianischen Autors Daniel Galera, ist Existenzialismus für das Informationszeitalter: Sisyphos Aufgabe führt nicht mehr in die Freiheit, sondern ist zur bloßen Strafe geworden.

Friedrich Christian Delius „Die Zukunft der Schönheit“ / Review

Sie werden es mitbekommen haben: 2018 feiert 1968 seinen Fünfzigsten – und das punktgenaue Jubiläum verdeckt mal wieder die Dynamiken hinter solchen Ereignissen. Büchner-Preisträger Friedrich Christian Delius versucht diese mit seiner autobiografischen Rückschau „Die Zukunft der Schönheit“ sichtbar zu machen.