Montag, Dezember 16, 2019

Der absolute Verschleiß

REVIEW – Mit Avengers: Endgame implodiert die Logik Hollywoods. Das Kino hat sich dem Binge-Modus der Serie ergeben. Im Überfluss des Franchise-Films wird Kritik unmöglich. Ein Kinobesuch im Heartland der USA.

Wer soll uns jetzt noch retten

ANALYSE – In Chernobyl gibt es kein Heldentum, weil das der Realismus der Serie nicht erlaubt. Damit folgt sie dem Zynismus der Realpolitik. Oder warum müssen mitten in der Klimakrise ausgerechnet Kohlekumpels den Karren aus dem Dreck ziehen?

„Ich würde gern sterben“ – Rosa von Praunheim im Interview

Im Spex-Gespräch zuhause in Wilmersdorf redet der Kultregisseur und Mitbegründer der politischen Schwulenbewegung Rosa von Praunheim anlässlich der ihm gewidmeten Ausstellung "Abfallprodukte der Liebe" in der Akademie der Künste über Liebe und Tod, die Rolle von Frauen und darüber, warum die Alten es richten sollen.

Grace Jones: Bloodlight And Bami – Souverän Grace

Über ein Jahrzehnt hat Sophie Fiennes Grace Jones mit ihrer Kamera begleitet. Bei Konzerten, Familientreffen, Frühstücksroutinen. Ein unbestechlicher Blick auf eine der großen Ikonen der Popkultur.

Die Verteidigung der Mittelmäßigkeit

REVIEW – Wäre Joker ein Roman, er würde auf jeder Seite Bret Easton Ellis zitieren und sich dabei auch noch edgy fühlen. Als Film ist er unreif und feige.

Künstliche Erklärungsnot

REVIEW – Breaking Bad hat den unerwarteten Twist zur Kunstform erhoben, El Camino stopft nur die Löcher vor und nach dem großen Finale. Herausgekommen ist eine zweistündige Werbesendung für Netflix.

Zu dünn, zu weiß, zu heterosexuell – 20 Jahre „Sex And...

Wut und Wehmut: Die Befindlichkeiten zum 20. Geburtstag von Sex and the City sagen viel darüber aus, wie sich die Welt verändert hat, seit Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte die Lieblingsclique aller Girls zwischen 20 und 40 waren. 

Nein, Rassismus ist kein Feel-Good-Thema

KOMMENTAR – Green Book wurde mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichnet. Das ist bezeichnend. Denn der Film trägt keinesfalls zur Verständigung bei. Mit seinem überkommenen Narrativ verschärft er vielmehr das Problem.

Der erste Instagram-Tote

REVIEW – In nur zwei Jahren stieg Lil Peep vom Außenseiter zur neuen Rap-Hoffnung auf. Dann starb er. Der Dokumentationsfilm Everybody’s Everything versucht verzweifelt, seine Geschichte wie die eines normalen Popstars zu erzählen.
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