Freitag, August 23, 2019

Der Krach nach dem Kuss

PhantogramIn Saratoga Springs, wo New York ganz und gar Bundesstaat ist und im gemächlichen Puls des Landlebens schlägt, entstehen die mit Begehren und Coolness geladenen Songs von Phantogram. Sampler, Gitarre, sphärischer Gesang: Das Duo lässt in den besten Momenten zugleich den erotomanen Chanson-Pop der Seventies, Shoegazing und Hiphop-Beats frisch und neu und klug klingen. Anfang September wird das in Eigenregie produzierte Debütalbum »Eyelid Movies« folgen, ihre von Spex präsentierte Tour beginnt Ende Oktober.

Donna Summer live

Donna Summer LiveDonna Summer, Jahrgang 1948, gilt seit ihrem internationalen Durchbruch im Jahre 1975 mit »Love to Love You Baby« als der Überstar im Disco-Kosmos. Und Disco ist ja längst wieder in eine greifbare Umlaufbahn gedriftet: Diese unglaublich gelenkige Stiltradition wusste zuletzt nicht nur zeitgenössischem Indierock eine frische Note zu geben – mit Disco wurde in den letzten Jahren ein regelrechtes Container-Genre geschaffen, das sich den unterschiedlichsten Musikstilen überstülpen lässt und so einen szenenübergreifenden Konsens generiert. Auf dem Höhepunkt der Neo-Disco-Welle besucht Summer nun zum ersten Mal nach dreißig Jahren Deutschland, Spex präsentiert das Konzert im Rahmen der neuen Reihe Electronic Beats Classics am 30. Juli in Berlin.

Being Boiled #3

Spex SchwertfischNachdem wir den für letzte Woche angesetzten Abend aus organisatorischen Gründen leider kurzfristig absagen mussten, wird »Being Boiled« am heutigen Freitag nachgeholt: Zum dritten Mal veranstaltet Spex im Restaurant Themroc ein Dinner für Freunde der situationistischen Küche. Die Kochreihe »Being Boiled« ist nichts anderes als die in den öffentlichen Raum getragene Ausweitung eines von Spex unternommenen Experiments: Welche Aspekte unseres Lebens lassen sich, digitale Evolution hin oder her, nicht digitalisieren?

Wir haben etwas mitgebracht: Bass, Bass, Bass

Nehmen Sie sich frei, kommen Sie nach Berlin, lernen Sie dazu! Im Rahmen des von Spex präsentierten Berlin Ba$$$-Festivals findet am kommenden Freitag und Samstag auch eine neue Ausgabe der Red Bull Music Academy statt. Wo zahllose Castingshows, Bandwettbewerbe und Demo-Sessions in der Regel das Blaue vom Himmel versprechen, wird dort bereits produktiv gearbeitet.

Amanda Blank live

Amanda BlankEnde Juli wird »I Love You«, das Debüt-Album von Amanda Blank bei Downtown Records veröffentlicht, die nötigen harten Fakten dazu finden sich – siehe unten – in Florian Sievers Artikel aus der aktuellen Spex #321. Schon am 2. Juli wird sie in Berlin (gemeinsam mit Esser, CrookersBoys NoizeShir Khan und The Subways) im Rahmen des von Spex präsentierten Levi’s Unbuttoned Festivals auftreten, Tickets für jene Veranstaltung sind nicht im Vorverkauf erhältlich, sondern nur zu gewinnen – zum Beispiel bei uns.

Grizzly Bear im November auf Tour

Good news everybody (those who are interested in Grizzly Bear): die Band aus Brooklyn, die soeben auf Warp Records ihr neues Album »Veckatimest« veröffentlicht haben, kommen im November auf Deutschland-Tour. Karten für die vier Termine sind bereits erhältlich, außerdem kann man sie im Rahmen des Haldern Pop Festivals sehen. Einen Eindruck kann man sich auch aus der jüngst eingespielten Radiosession für WXPN Radio ableiten.

»What Makes Music Laugh?«

Musik oder Witz? Dieser Frage geht das Festival »What Makes Music Laugh?« mit heiligem Ernst nach und präsentiert an vier Tagen eine exquisite Auswahl von internationalen Musikern und Filmschaffenden, unter ihnen Carl-Ludwig Reichert, Wolfgang Seidel, Mary Oliver, Marilyn Mazur, Christian Braad Thomsen und Harold Rubin, die das Thema interdisziplinär beleuchten werden.

Mudhoney live im Oktober

Der Aufstieg des Labels Sub Pop begann mit der Ausrufung von Grunge, der letzten Revolution der Rockgeschichte. Mudhoney zählten Mitte der Achtziger neben Bands wie Nirvana, Pearl Jam und TAD zu den Anführern der Bewegung. Bei Sub Pop sind Mudhoney noch heute eines der besten Pferde im Stall, und zwar weil ihr harter, kräftezehrender Gitarrensound, den sie schon mit ihren frühen Songs definierten.

The Stag-O-Lee Shakedown!

Auch wenn die Kategorie ›independent‹ heute für Musik und Labels nur noch wenig Aussagekraft besitzt: Es ist immer noch die Institution Glitterhouse Records, die dafür als der deutsche Prototyp steht. Seit über 25 Jahren organisieren die Labelmacher aus dem nordrhein-westfälischen Beverungen eine so unter- wie tiefgründige Musikliebhaberei, bei der es ausschließlich um die Qualität der Sache geht.