Montag, Juni 17, 2019

Review: The Rakes Klang

Wer glaubt sich neu erfinden zu müssen, wer Abstand und Abschottung braucht, der geht nach Berlin. Musikern galt die Stadt spätestens seit den ausgehenden siebziger Jahren als Underground-Oase, als Abenteuerspielplatz für verbrauchte Rockstars. Es ist der Ort, an dem sich David Bowie, Iggy Pop und Nick Cave auskurierten und ausprobierten. Vielleicht war es dieser romantische Mythos, ...

Alicia Keys „Here“ vs. Diverse „The Hamilton Mixtape“ / Doppelreview

Wo Here mit faden empowerment-Hülsen aufwartet, besticht Lin-Manuel Mirandas Gesellschaftskritik sowohl auf der Bühne als auch auf Platte.

Gebrüder Teichmann „Lost On Earth“ / Review

„Lost On Earth“ zerfällt an keinem Punkt in seine Einzelteile, sondern bildet trotz der weltweiten Einflüsse eine Einheit. 

Ezekiel Honig

In den Soundscapes von Ezekiel Honig herrscht eine Atmosphäre der Abwesenheit vor. Geschaffen werden die Absencen durch einfache Loops, die mit einem Minimum an Akkordwechseln auskommen. Für diese Grundierungen setzt Honig, nebenbei Betreiber der beiden Labels Anticipate und Microcosm, oft sogar monochrome Figuren ein. Das Festhalten an einer einzigen Tonhöhe gewinnt noch an Suggest ...

Gas „Rausch“ / Review

Genau eine hypnotisierende Stunde lang läuft Rausch mit einer Dynamik, die dem Projekt Gas neue Ebenen schenkt.

Mourn „Sorpresa Familia“ / Review

Aus finanziellem respektive bürokratischem Stress entstanden augenscheinlich hauptsächlich Selbstvertrauen und Kühnheit, wovon das neue Mourn-Album Sorpresa Familia nun profitiert.

Boy Omega

Und wieder einer. Die Liste der Freunde, die nach Schweden ziehen, wächst. Die Liste der guten Musik, der guten Kleidung und der schönen Möbel ist eh bereits so lang, dass sie keiner mehr auswendig lernen kann. Alles ist besser in Schweden, so erzählt man mir, die Mädchen und Jungs toller, die zwei jüngst verzogenen Freunde, ein Typ, ein Mädchen, beide dort frisc ...

The Afghan Whigs „In Spades“ / Review

In Spades, das achte Album der Alternative-Rocker The Afghan Whigs, spiegelt mit allerhand Mystik die Ambivalenzen des Lebens und ihre individuelle Wahrnehmung – und schafft es, die Band auch nach über 30 Jahren noch frisch klingen zu lassen.

Kammerflimmer Kollektief Jinx

Das Zusammendenken von wild wucherndem Ideenreichtum, ausladender Improvisation und Minimalismus kann so einfach klingen. Den Kern des Kammerflimmer Kollektiefs bilden mittlerweile nur noch drei Mitglieder: Thomas Weber (Gitarre, Electronics, Piano), Heike Aumüller (Harmonium, Gesang, Synthesizer, Percussion) und Johannes Frisch (Kontrabass, Percussion). Selbstredend wurde der Kollektiv-Chara ...