Freitag, Juli 10, 2020

Kettcar „Ich vs. Wir“ / Review

Zu nationalelfkabinenkompatiblem Uptemporock lotet Marcus Wiebusch mit angestrengt dreitagebärtiger Weariness-Stimme bundesrepublikanische Linksmainstream-Befindlichkeiten aus.

Frank Ocean »Blond« / Review

Was Frank Oceans Album Blond alles nicht ist: Morgenradiotauglich. Dreitürer mit Heckspoiler. Nüchtern. Das Album des Jahres. Obwohl...

Nick Cave & The Bad Seeds »Skeleton Tree« / Review

Kann der verdammte Sommer jetzt bitte vorbei sein? Die Freibäder haben ihre Saison verlängert – Nick Cave & The Bad Seeds veröffentlichen Skeleton Tree, das Album der verlorenen Erzählungen und Hoffnungen, und One More Time With Feeling, den erklärenden Begleitfilm. Diese Absurdität des Lebens muss man aushalten können.

Eminem „Revival“ / Review

Trap, Country-Rap, eine Handvoll Balladen: Eminem will es auf „Revival“ allen recht machen – und liefert am Ende ein Album für niemanden ab.

Wanda „Niente“ / Review

Keine Ahnung, ehrlich gesagt. Jedenfalls wird Niente bestimmt auch wieder ein Erfolg, denn der Sänger Marco Michael Wanda hat eben auch einen Weg mit Worten, wie die Engländer sagen.

All Diese Gewalt »Welt in Klammern« / Review

Zwei Jahre hat Die-Nerven-Sänger Max Rieger an dem neuen Album seines Soloprojekts gearbeitet. Dabei ist der der frühere Proberaumcharakter einer neuen Vielschichtigkeit gewichen.

Bilderbuch „Magic Life” / Review

Maurice Ernst singt nun über fehlende Stromquellen für das Smartphone und die Gefahr, zu spät zur Thaimassage zu kommen.

Element of Crime „Schafe, Monster und Mäuse“ / Review

Nichts Neues in Westberlin. Jedenfalls nicht auf der gefühlt 35. Element-Of-Crime-Platte namens „Schafe, Monster und Mäuse“. Über zwölf Tracks streift da Sven Regener, schlechtgelauntester Flaneur seit Thomas Bernhard, zwischen Charlottenburg und Kreuzberg umher, genervt von den spießigen Nachbarn, dem wolkenlosen Sommer, den Sportfanatikern, Ökofuzzis und Orthorektikern. Dabei gibt es diese spezifische Handschrift, die immer gleich ist und die man mag oder eben nicht. Und wer sie mag, der wird das aktuelle Album mögen, diesen musikalischen Hybriden aus Chanson, Folk und Country-Rock.

Morrissey „Low In High School“ / Review

Post-The-Smiths schaukelt Morrisseys eigener Schritt im Rhythmus der Gitarren. Auf Low In High School schaukelt er selbst zumindest auch zu neuen Themen.