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R. Kelly, done! Spotify und die Moral

Mit einer neuen Richtlinie hat der Streaminganbieter Spotify den US-Musiker R. Kelly vor ein paar Wochen aus den Playlisten verbannt – und damit ein Exempel in der Sexismusdebatte statuiert. Gedanken zu Subjektivität, der Marktmacht von Spotify und der von Kendrick Lamar.

Columbine-Kids – Wenn die Schrotflinte lächelt

Es war das erste Massaker seiner Art im Zeitalter des Mobiltelefons. Die Ereignisse an der Columbine Highschool im Jahr 1999 werden auf Tumblr-Blogs und in Internetforen immer wieder neu ausgelegt und kontinuierlich fortgeschrieben. In Tagen der sogenannten Incels, selbsterklärter unfreiwillig Zölibatärer also, deren Frauenhass als ein Motiv für Amokläufe wie den im April diesen Jahres in Toronto gilt, stellen sich schon vor dem traurigen 20. Jahrestag viele Fragen von damals erneut. Aus diesem Anlass ist der komplette Text aus SPEX No. 371 nun online zu lesen. 

Die Gegenkultur tanzen – erste Edition des Balance Festival for Club...

Utopie? Ein neues Festival in Leipzig stellt die Frage nach widerständigen Potenzialen der Clubkultur. Balance Festival for Club Culture will mit einem diversen Programm aus Club, Konzerten und Diskussion abseits der repetitiven Schleife der Musikindustrie überzeugen und mit Artists wie Aïsha Devi, Atom™, Umfang, Schwefelgelb, DJ Stingray, Rui Ho, Ikonika oder Shygirl genreübergreifend und fernab des kommerzialisierten Mainstreams die Möglichkeiten zeitgenössischer Clubmusik aufzeigen. Ein Blick voraus und viele Stimmen.

„Ich würde gern sterben“ – Rosa von Praunheim im Interview

Im Spex-Gespräch zuhause in Wilmersdorf redet der Kultregisseur und Mitbegründer der politischen Schwulenbewegung Rosa von Praunheim anlässlich der ihm gewidmeten Ausstellung "Abfallprodukte der Liebe" in der Akademie der Künste über Liebe und Tod, die Rolle von Frauen und darüber, warum die Alten es richten sollen.

Speaker’s Corner: Über das Plattensammeln im 21. Jahrhundert

Fernab von Schwarzes-Gold-Verklärung und Detailkrittel-Wahnsinn findet gerade eine neue Generation von Plattensammlern zusammen. (Sogar im Berliner Sonos-Store.)

Queerness und Feminismus im Internet: Creamcake-Veranstaltungsreihe erstmals in Berlin

In den fließenden Übergängen zwischen Musik, Kunst und moderner Technologie hat Creamcake mit der Veranstaltungsreihe „< Interrupted = “Cyfem and Queer >“ den Anspruch formuliert, ein Netzwerk kreativer, queerer und feministischer Zusammenarbeit zu schaffen. Premiere in Berlin.

The bits are not alright – Bye, bye, Netzneutralität!

Zum wievielten Mal hat das Internet seine Unschuld verloren? Die Ende 2017 erfolgte Abschaffung der Netzneutralität in den USA berührt ein grundlegendes Prinzip des Datenverkehrs: die Gleichbehandlung von Information unabhängig vom Inhalt. Die jüngste Deregulierung könnte im Verein mit den Monopolisierungstendenzen, die das Netz ohnehin bestimmen, dafür sorgen, dass auch der Informationsfluss bald von den Meistbietenden kontrolliert wird. Was für die Nutzer bleibt? Service, Service, Service.

Edit-A-Thon: Aktionstag Art+Feminism für mehr Wikipedia-Autorinnen

90 Prozent Autoren, nur 9 Prozent Autorinnen: Wikipedia wird zum größten Teil von Männern beschrieben. Dagegen kämpfen feministische Edit-A-Thons an. Am 7. April organisiert das Online-Magazin Reflektor M einen solchen im  Münchner Lenbachhaus.

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