„Give me Frank Oceans voice“: Car Seat Headrest veröffentlichen weiteren neuen (alten) Song

Car Seat Headrest veröffentlichen mit „Cute Thing“ eine weitere Hörprobe von ihrem neuen alten Album Twin Fantasy. Erste Erkenntnis: Will Toledo will heute wie Frank Ocean klingen – und nicht mehr wie Dan Bejar.

Für ihr neues Album haben sich Car Seat Headrest bekanntermaßen an ihrem reichhaltigen Archiv bedient. Das umfasst schätzungsweise 123 Alben, darunter auch das 2011 an einem geliehenen Laptop aufgenommene Twin Fantasy, das nur eingefleischten Fans der Bandcamp-Seite von Will Toledo und Kollegen ein Begriff sein dürfte.

Für die Mitte Februar erscheinende Neuauflage des Albums hat Toledo nun alle zehn Songs neu aufgenommen. Und im selben Zug, schon mal dabei, gleich ein paar Aktualisierungen vorgenommen, die im Rückblick die jeweiligen Zeitsignaturen offenlegen. Auf „Cute Thing“ etwa, der neuesten Single, wünscht sich Toledo in der zweiten Strophe Frank Oceans Stimme in den Hals und James Browns Präsenz auf die eigene Bühne. In der Originalversion von 2011, die es weiterhin auf Bandcamp zu hören gibt, waren es noch Dan Bejar alias Destroyer und John Entwistle. Zeiten ändern sich eben. Geklappt hat es allerdings nicht: Toledo klingt weiterhin näher an Bejar, als an Ocean.

Weitere Randnotiz: Auch bei „Cute Thing“ bedient sich Toledo wieder bei Künstlerkollegen. Nachdem er auf dem 2016 erschienenen Teens Of Denial im Song „Not What I Needed“ in einer frühen Version The Cars zerhackstückelt hatte und eine Woche vor Album-Release wegen fehlender Rechte alles wieder neu aufnehmen musste, findet sich in „Cute Thing“ eine Anleihe an „Ana Ng“ von They Might Be Giants. Werden schon grünes Licht gegeben haben. Hoffen wir zumindest.

Ein ausführliches Feature mit Will Toledo und Car Seat Headrest erschien in unserer Printausgabe SPEX No. 369, die weiterhin versandkostenfrei im Shop erhältlich ist.

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