In der kommenden Ausgabe von Thomas Meineckes „Plattenspieler“-Reihe wird im Hebbel am Ufer die Dekonstruktion der Genres und Gender ein Thema sein – präsentiert von SPEX.

Seit fast zehn Jahren moderiert der Autor, DJ und Journalist Thomas Meinecke die Veranstaltungsreihe „Plattenspieler“. Es wird gequatscht, diskutiert und es werden Platten aufgelegt. Einfaches Konzept, maximale Komplexität. Jedes Mal kommt ein_e andere_r Künstler_in in den kleinen Gesprächskreis des Autors.

Bereit für die Dekonstruktion: Genre und Gender (Foto: Barbara Braun).

In seinem zuletzt erschienenen Roman „Selbst” (2016) dekonstruiert der frische Preisträger des Berliner Literaturpreises 2020 Meincke die Geschlechtszuschreibungen und lässt die Leser_innen in einem Pool aus Erzählung und Realität schwimmen. Kaum passender könnte da der Gesprächsgast Born In Flamez sein. Seit 2018 ist die Person hinter dem Projekt Teil des kuratorischen Teams des CTM-Festivals und macht obendrein seit geraumer Zeit Musik, die sich als post-gender und post-genre definiert.

Was das heißen soll? Über die Dekonstruktionen von tradierten Formen des Pop, Stilen aus dem weiten Feld des Hardcore Continuums, viel Zukunftselektronik und sogar Sprengseln klassischer Musik wird ein neuer Stil geschaffen. Born In Flamez beschreibt sich selbst als transhumanes Projekt, das auf die Grenzen und das binäre System scheißt – ein Experiment, das Mensch und Technik verbindet. Nur nachvollziehbar, dass der Name an den 1983 erschienenen feministischen Science-Fiction-Film Born In Flames angelehnt ist. Und umso erwartbarer, dass sich Born In Flamez und Meinecke einiges zu erzählen haben.

SPEX präsentiert Born in Flamez beim Plattenspieler
22.1 Berlin – Hau 1