Bon Iver starten Gender-Equity-Kampagne

Da macht sich jemand Gedanken: Bon Iver starten mit »2 A Million« eine Kampagne, die den Blick auf »Ungleichheit, häusliche Gewalt und sexuellen Missbrauch« schärfen soll. Die Aktion beginnt mit der morgen startenden US-Tour zu Bon Ivers neuem Album 22, A Million und hat vor allem zwei Ziele: Information und lokale Hilfe.

Was haben Bon Iver eigentlich die ganze Zeit getrieben? Ein neues Album gemacht, klar. 22, A Million, Justin Vernons vertontes Versteckspiel, ist nun schon eine Weile draußen. Aber sonst? Nun ja, offensichtlich haben sich Vernon und seine Jungs Gedanken darüber gemacht, dass in der Welt einiges im Argen liegt. Und, dass sie daran durch ihre Bekanntheit womöglich etwas ändern können. Zum Beispiel, was Geschlechtergleichheit angeht.

Dieses Ziel verfolgt die just von der Band ins Leben gerufene Kampagne »2 A Million«, die Gender-Equity »auf die Hauptbühne bringen« soll, wie es in einer Stellungnahme heißt. Auf der morgen startenden US-Tour zu 22, A Million wird es bei jedem Stopp einen entsprechenden Stand geben, an dem man sich informieren und für die gute Sache spenden kann. Zu diesem Zweck hat sich die Band in jeder Konzertstadt mit entsprechenden Non-Profit-Organisationen zusammengetan, an die die Einnahmen ohne Umwege fließen sollen.

Damit wolle man »Ungleichheit, häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch endlich ein Ende bereiten«, sagen Bon Iver selbst. Ob die Aktion im kommenden Jahr auch mit der Band auf Europa-Tour kommt, ist hingegen unklar. Bisher deutet vieles darauf hin, dass sich »2 A Million« zunächst auf die USA beschränken wird – struktureller Sexismus bekanntlich nicht.

Ein umfangreiches Feature zu Bon Iver ist in der aktuellen Printausgabe SPEX No. 371 erschienen. Das Heft kann versandkostenfrei im Onlineshop bestellt werden.

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