Record Makers Birthday AppDie französische Plattenfirma Record Makers feiert derzeit ihr zehnjähriges Bestehen, anlässlich dessen wir kurz »Joyeux Anniversaire!« ausrufen und anschließend auf die an Spex.de angeschlossenen Blogs verweisen möchten: Schon im Januar befragte unser Chef vom Dienst Martin Hossbach in seinem Blog »Recording Companies« die beiden Label-Betreiber Stephane Elfassi und Marc Teissier du Cros zu Herkunft und Bedeutung des Labelnamens. An anderer Stelle verwies Musikvideo-Blogger Moritz Schmall auf das neue durchgehend illustrierte und animierte Musikvideo zu Sebastien Telliers »Look«, welches wiederum die neue kostenlose Smartphone-App von Record Makers bewerben soll.

     Und hier beginnt nun der Absatz, der wohl in erster Linie für diejenigen, die im Besitz eines Apple iPhones oder iPod Touchs sind, von Interesse ist: Beinahe parallel sind soeben zwei Apps aus Frankreich im iTunes-Store aufgetaucht, die sich beide direkt bzw. im weitesten Sinne auf das Label Record Makers zurückführen lassen.

    Zum einen die App von Record Makers selbst: Anlässlich des Labelgeburtstags veröffentlichte das Label soeben mit »Record Makers« ein kostenloses Progrämmchen, das den Benutzer per Fingerwischbewegung über das Display verschiedene Illustrationen des Künstlerduos Mrzyk & Moriceau miteinander kombinieren lässt, je Motiv ertönt zudem ein von Mr. Oizo erzeugtes Klangmotiv. Die schließlich selbsterzeugten Bilder lassen sich dann als Wallpaper lokal speichern, klassisch per E-Mail im Freundeskreis verschicken oder recht zeitgemäß in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook verbreiten. Hier setzt das Kalkül von Record Makers ein: Die eigene Marke von den Benutzern streuen lassen. Der Einfachheit halber haben wir das Prozedere in einem kleinen Video mit unterirdischer Bildqualität kurz anskizziert:

    Zusätzlich kann man sich samt dem eigenen Motiv fotografieren und auf der Homepage von Record Makers an einem Gewinnspiel teilnehmen. Génial!

    Einige Tage zuvor erschien pünktlich zum Valentinstag »Love by Air«, die App des französischen Dream-Pop-Duos Air, das vor einigen Jahren selbst noch auf Record Makers veröffentlichte, genauer: Den Soundtrack zu Sofia Coppolas »The Virgin Suicides«. Gemeinsam mit dem Netzdienst der Musiktechnologie-Firma RJDJ entwickelten Air nun eine Art dgitale Postkarte: Zu den Ambiencen von Air kann man als Benutzer eigene Grußworte an die/den Liebste(n) in das Mikrofon des iPhones säuseln, die Botschaft mitschneiden und schließlich umgehend an die/den Adressat(in) verschicken. Ergebnis: Freude auf beiden Seiten. Im Gegensatz zur Record-Makers-App ist »Love by Air« allerdings kostenpflichtig, dazu macht es – des darin fehlenden Mikrofons wegen – auch wenig Sinn für Besitzer eines iPod Touchs. Très Bien!

    Außer Konkurrenz aber trotzdem nennenswert ist in diesem Zusammenhang die nicht offiziell von aber inoffiziell für Daft Punk erstellte Software »iDaft 2«. Analog zum schon im Browser äußerst beliebten »iDaft«-Spiel, bei dem man die Vocal-Samples von Daft Punks »Harder Faster Better Stronger« passend zum Beat abzuspielen hatte, funktioniert »iDaft2« auch auf den Apple-Geräten. Nur mit dem Unterschied, dass sich die Sprachsamples von wahlweise »Harder Faster Better Stronger« oder »Technologic« über den Touchscreen sauberer als über die Computer-Tastatur platzieren lassen. Magnifique!

    Et voilà, neuer Zeitvertreib für die U-Bahn.

 


VIDEO: Sebastien Tellier – Look