Blood Bitch: SPEX präsentiert Jenny Hval live mit neuem Album

Die Norwegerin Jenny Hval kommt mit ihrer vertonten Menstruationsstudie nach Deutschland.

»Trendthema« Menstruation: Ja, für Betroffene ist die Regelblutung immer eine große Sache. Alle anderen kommen um das unbequeme Thema inzwischen immer weniger drumherum. Denn derzeit erfährt die Regelblutung vermutlich größeres mediales Interesse als je zuvor und bekommt die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie verdient – geteiltes Leid und so.

In den vergangenen Wochen erschienen zahlreiche Artikel in deutschen Medien, in denen Autorinnen ihre monatliche Pein offenlegten, eine kostenlose Abgabe von Tampons forderten, die Existenz von PMS diskutierten und ein Crowdfunding-Projekt vorstellten, das mit einem kleinen Gerät Regelschmerzen den Garaus machen soll.

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Innerhalb feministischer Kreise, in denen sich die Norwegerin Jenny Hval bewegt, fand indes schon immer auch eine Glorifizierung des weiblichen Zyklus statt. Weil period shaming aber nach wie vor ein Problem ist, muss weiter darüber geredet werden. Oder, im Fall von Hval, gesungen. Ihr neues Album versteht die Künstlerin als eine Art Studie der Menstruation:

»Blood Bitch ist eine Erforschung des Blutes. Blut, das ganz natürlich vergossen wurde. Das purste und mächtigste, aber zugleich auch das gewöhnlichste und furchterregendste Blut: Die Menstruation. Die weiß-rote Toilettenpapierrolle, die Jungfrauen, Huren, Mütter, Hexen, Träumerinnen und Liebende miteinander verbindet.«

Blood Bitch erscheint am 30. September bei Sacred Bones. Die erste Single daraus trägt den programmatischen Titel »Female Vampire« und kann nun via Soundcloud angehört werden.

SPEX präsentiert Jenny Hval live
26.10. Berlin – Kantine am Berghain
28.10. Hamburg – Kampnagel

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