Beck im Interview & Morning Phase-Stream

Beck

»Ich wollte so offen und direkt sein, wie ich nur konnte.« Beck hat mit SPEX über sein neues Album Morning Phase gesprochen, das es nun vorab im Stream gibt.

Das Album ist Becks zwölftes und sein erstes seit Modern Guilt vor sechs Jahren. Unironisch und direkt sollte sein neues Werk werden, erklärte der Musiker unserer Autorin Lisa Cordes beim Treffen in Berlin für die aktuelle SPEX-Ausgabe. Er sprach mit ihr über den Einfluss seiner schweren Wirbelverletzung und die dadurch bedingte heimische Isolation auf Morning Phase, über Kalifornien, seinen Song Reader und was sein Record Club mit Dylan und den Beatles gemein hat. Nachfolgend ein Ausschnitt:

Beck, könnten Sie Morning Phase als einen Ort beschreiben?

Es gibt auf jeden Fall einen Kalifornien-Bezug. Das Album ist sehr einfach gehalten. Mir war es wichtig, auf eine große Produktion zu verzichten und alles so reduziert wie möglich zu halten, um den Schwerpunkt auf dem Persönlichen zu belassen. Ich wollte so offen und direkt sein, wie ich nur konnte.

Es handelt sich also um ein eher intimes Album?

Zumindest habe ich das versucht. Ich will damit nicht sagen, dass ich nicht auch intellektuelle und lustige Musik liebe, aber für dieses Album habe ich mich veranlasst gefühlt, sehr direkt zu werden.

Im Prinzip also ein ähnlicher Ansatz wie damals bei Sea Change aus dem Jahr 2002. Würden Sie Morning Phase gewissermaßen als Folgealbum beschreiben?

Es folgt auf jeden Fall einem ähnlichen stilistischen Ansatz wie Sea Change. Wissen Sie, ich liebe Technologie und all diese wunderbaren Maschinen. Wir leben in einer Zeit, in der die meiste Musik aus Computern kommt und eine Menge Technik benutzt wird, um neue Sounds zu schaffen. Bisweilen habe ich jedoch das Bedürfnis, mich von dieser ganzen Technologie zu befreien, mich nur auf meine Stimme zu verlassen. Worte von Bedeutung zu finden und ein paar Akkorde dazu – fertig! Diese Art von Einfachheit meine ich.

Tatsächlich verwenden Sie keine Samples und verzichten in den Texten auf die sonst bei Ihnen übliche Ironie sowie jegliche Form von Sarkasmus.

Ich liebe Ironie, vor allem in der Musik! Mein nächstes Album wird wieder das Gegenteil sein, es wird ironische Wege einschlagen. Aber es gibt für alles die richtige Zeit, für persönliche Themen ebenso wie für die leichten Dinge, die lustigen und weniger ernsten Themen.

npr.org streamt Morning Phase, das am 28. Februar hierzulande erscheint, derzeit in voller Länge. SPEX N°351 mit dem gesamten Interview findet sich am Kiosk und im neuen SPEX-Shop.

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