Von Croydon nach Tokio

In dem rasant geschnittenen, einstündigen Dokumentarfilm »Bassweight« erzählt der britische Regisseur Suridh Hassan die Geschichte des Aufstiegs von Dubstep nach. Der als Roadmovie inszenierte Film beginnt mit einem Rundgang durch den Londoner Vorort Croydon – in dem die Szene rund um den Plattenladen »Big Apple« ihren Anfang nahm – und endet bei einem Auftritt von Londoner Dubstep-DJs in Tokio.

    Um den Weg von den bescheidenen Anfängen hin zu einem international verbreiteten Musikstil zu illustrieren, begleiten Hassan und seine Crew einige Szene-Protagonisten wie den DJ und Produzenten N-Type und die Macher der Internetradio-Show »Boomnoise & Pokes« über mehrere Tage hinweg durch den Alltag. Dabei stehen wie bei einer TV-Reality-Soap oft vor allem Nebensächlichkeiten im Mittelpunkt: Es wird ausgiebig auf Sofas herumgehangen, gekifft und gequatscht. Für eine umfassende Beschreibung des Phänomens Dubstep fehlt dem Film neben der inhaltlichen Tiefe auch die Aktualität: Das meiste Material ist bereits drei Jahre alt – und seither hat sich das Genre schon wieder fast völlig verändert.

    Dass der elektronische Tanzmusik-Untergrund Londons inzwischen im Post-Dubstep-Zeitalter angekommen ist, zeigt die kurze, aber informative Online-Dokumentation »Future Sound« des Regie-Duos Jamie Whitby und Rachel Lob-levyt. Sie bezieht neben den diversen Mutationen, die Dubstep in den vergangenen drei Jahren erfahren hat, auch den neu entstandenen Stil UK Funky mit ein.

    »Bassweight« ist auf DVD erschienen und über die Webseite www.bassweightdvd.com erhältlich.


VIDEO: Bassweight Trailer


VIDEO: Future Sound

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