Barack – Obama aufstylen

ObamaObama liegt vorne, jetzt wird die Kommunikation nochmal aufgebrezelt und der Stilfaktor erhöht. Extrem: das Pathos, ganz offensichtlich tatsächlich abgeschaut bei den großen Momenten der Bürgerrechtsbewegung, vgl. den repetitiven Einsatz der Obama-Parole »Yes we can« mit der »I have a dream«-Rede Martin Luther Kings. Fast schon unangenehm  kommen Song und Video daher, die HipHop-Star-Produzent Will.I.Am aus einer Obama-Rede gemacht hat. So in etwa fühlte ich mich als kleines Katholikenkind beim Runtermurmeln des Rosenkranzes. Egal. So sind die Zeiten des Wahlkampfes eben:

   

    Hier wird die »Yes we can«-Losung derart penetrant von Stars und Sternchen mitgesungen und -gesprochen, dass ich mich im Vorab-Online-Museum der Vereinigten Staaten von Amerika fühle. Klar, dass umgehend eine Video-Parodie auftauchte; allerdings nicht zugeschnitten auf Hillary Clinton, sondern auf die Äußerungen des voraussichtlichen Kandidaten der Republikaner, John MCCain.

    Nochmal ein ganzes Stück Coolness konnte sich Obama darüberhinaus abholen, als Shepard Fairey, bekannt von seinen in den Metropolen dieser Welt auf Häuserwände gemalten »Obey«-Motiven, ihm gleich zwei verschiedene Poster malte: »Hope« und »Progress«. Beide zeigen einen der Zukunft zugewandten, jungen Mann im heroischen, schönfärbenden Realismus im Südamerika-Sozialismus-Stil. Wird bei ebay schon für 1000 $ angeboten, Tendenz wohl eher steigend. Wie schreibt DJ Durutti in seinem Blog so treffend: »Obama has a posse«. Bloß über Hillary gibt es halt nichts richtig Lustiges. Selbst Dietmar Dath, den ich als Autoren sehr schätze, kriegt über die Anwärterin nichts Gescheites hin.

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