Azealia Banks, endlich frei!

Kommt das Chinese Democracy des Gegenwarts-HipHop doch noch heraus? Azealia Banks hat sich von ihrem Label getrennt. Wir hoffen auf ihr Debütalbum.

Am 27. September 2011 hatten wir das erste Mal über Azealia Banks auf dieser Seite geschrieben. Seitdem warten wir gespannt auf ein Album der talentierten »212«- und »ATM Jam«-Rapperin. Der Titel, Broke With Expensive Taste, ist längst bekannt. Eine Trackliste ebenfalls. Nur über die Veröffentlichungsstrategie konnte sich Azealia Banks nie mit ihrem Label Universal einigen. Schon vor Monaten machte sie deshalb ihrem Ärger öffentlich Luft: »I REALLY should have signed with Sony. Can someone at Sony buy me off of Universal please?? i’m really in hell here. Please Help : Serious Inquiry. I would literally give anything to be on XL right now. I’m tired of having to consult a group of old white guys about my black girl craft. they don’t even know what they’re listening for or to. I’m literally begging to be dropped from Universal.«, twitterte sie damals.

Jetzt hat sie ihr Zeil erreicht. Das Universal-Sublabel Interscope, bei dem Azealia Banks unter Vertrag war, soll diesen aufgelöst haben. Zu erfahren war das, natürlich, erneut via Banks’ Twitter-Account: »IM ABOUT TO GET OUT OF MY DEAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! THATS THE BIG SURPRISE!!!!! I’S IS FREE!!!!!! I’m gonna have a fresh start. I’m so excited!!! Ugh, now I get to be the cool indie chick I imagined I would be when I was 14!!«

Möglicherweise könnte das allerdings auch bedeuten, das wir uns erst einmal komplett von Broke With Expensive Taste verabschieden dürfen. Schließlich dürfte Interscope weiterhin die Rechte an den Aufnahmen besitzen – und diese entweder zurückhalten oder (wie bei Death Grips und Epic dereinst) diese ohne Banks Einverständnis veröffentlichen. Zumindest will sie neue Songs zuletzt sogar vor dem Label versteckt haben. Ein Ersatz könnte also schnell zusammengestellt werden.

Azealia Banks hat aber längst schon andere Träume: Die Rapperin hatte – noch vor ihrem »212«-Durchbruch – als Jugendliche ein Cover von Interpols »Slow Hands« veröffentlicht, das sie bereits auf dem Radar einiger Leute erscheinen ließ. Jetzt, wo sie wieder Indie-Künstlerin ist, würde sie sich am liebsten der Band anschließen: »All of my 14 year old dreams are coming true. All I need is to be a member of Interpol and my teenage dreams are complete!« Ob sie der passende Ersatz für Carlos Dengler wäre, lassen wir mal unkommentiert.

Im September kommt Azealia Banks dann live – und präsentiert von SPEX – nach Berlin und Köln. Die aktuelle, wenige Tage frische Single von Interpol, »All The Rage Back Home«, gibt es hier zu hören. Unser Interview mit Diplo, der als erster mit Banks zusammenarbeitete, über die gemeinsame Studiozeit gibt es zudem noch hier nachzulesen.

SPEX präsentiert Azealia Banks live
26.09. Berlin – Huxleys
27.09. Köln – Live Music Hall