Aus der Zeit gefallene Musik zur Zeit: Noseholes Debüt-Album „Danger Dance“ im Vorabstream

Foto: Martin Sass

„Honey In The Mouth, Cocaine In The Brain!“ Nein, das sind nicht die Achtziger, das ist nicht New York, das sind nicht ESG, Mau Mau oder Liquid Liquid. Noseholes aus Hamburg spielen durchgeknallten No Wave, der aus der Zeit fällt. Ihr Debüt-Album Danger Dance jetzt im Vorabstream.

Post-Punk, New Wave, No Wave, Jazz-Punk, Disco-Not-Disco oder Art-Funk: Man kann Noseholes unendlich viele richtige Genredefinitionen an den Kopf schmeißen und wüsste trotzdem nicht, was die Hamburger Band so treibt. Ihr abgedrehter Genremix erinnert weniger an bekannte Soundkonstellationen, sondern vielmehr an diese magische Zeit zwischen 1980 und 1984, als New Wave, Hip-Hop, Electro-Funk und Drumcomputerjazz noch in derselben „New In“-Abteilung im Plattenladen standen und aufeinander abfärbten.

Danach klingt Danger Dance, das Debüt-Album von Noseholes – abgesehen davon, dass es mit zeitlosem Geometrie-Cover auch so aussieht. Ein funky Schlagzeug, Bass und Gitarre bilden das Fundament, auf dem seltsame Synthesizer wabern, Proto-Rap-Texte in unverständlichen Sprachen oder arhythmischem Murmeln vorgetragen werden und Saxophonen nach Free-Jazz-Manier auch der undenkbarste Ton abgerungen wird. Kurz: Jede Erwartung wird gleichzeitig enttäuscht und in die Breite übertroffen. Bei SPEX gibt es Danger Dance jetzt schon vorab zu streamen.

Noseholes Live 2018
09.03. Hamburg – Mokry (mit Messed)
29.03. Hamburg – Westwerk (w Kurws, Duds)
03.05. Berlin – Columbia Halle (w Sleaford Mods)
11.05. Hamburg – Übel und Gefährlich (w Sleaford Mods)
15.06. Berlin – Internet Explorer
16.06. Halle – Reil 78
20.06. Offenbach – Waggon am Kulturgleis
21.06. Bielefeld – Potemkin Bar
22.06. Duisburg – Djäzz
23.06. Köln – Privat

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