Wer ist hier wie von wem abhängig? In Aurora lässt der Regisseur Adrian Figueroa Lebensrealitäten aufeinanderprallen: Drogenkonsum, Familie, Therapie.

Adrian Figueroa arbeitet hierzulande sowie international als Regisseur und Videokünstler. Vor allem Dokumentarfilme gehören seit 2010 zu einem seiner Schwerpunkte. So zum Beispiel die 2014 entstandene Doku Die Lücke; Ein Stück Keupstrasse, die von dem NSU-Nagelbombenanschlag auf die Keupstraße in Köln erzählt.

Den Vorhang lüften zwischen Traum und Realität: „Aurora” (Foto: Graziela Diez Garisto).

Figueroa ist aber nicht nur als Filmregisseur international renommiert. Seine Theaterstücke führen ihn ebenfalls in alle Winkel dieser Welt. Die Produktion Stress war seine erste am HAU. Sie basierte auf Interviews mit Inhaftierten der Jugendstrafanstalt Berlin.

Auch seine aktuelle Inszenierung Aurora zieht Interviews und Gespräche als Material hinzu. Drogenkonsument_innen, deren Angehörige und die Therapeut_innen wurden befragt. Das Stück stellt das „Helfersyndrom” in Frage, thematisiert Fremdscham und die Frage der Abhängigkeit. Aurora ist eine Annäherung an einen Zustand zwischen Delirium und Alltag, zwischen Therapie und Verhör, Traum und Realität, Lüge und Wahrheit.

Weitere Infos gibt es hier.

SPEX präsentiert Aurora
12.12. – 15.12 Berlin – HAU1