AUF DEN SPUREN STOCKHAUSENS

Pünktlich zum Jahrestag der Anschläge auf WTC und Pentagon tritt der englische Künstler Damien Hirst den Beweis an, dass sich Realität und Kunst bisweilen auf seltsam voneinander isolierten Pfaden bewegen.
Der Aufschrei war schon im letzten Jahr groß, als sich der Komponist Karl-Heinz Stockhausen zu der Äußerung hinreissen ließ, das Attentat auf die Twin Towers sei ein "monumentales Kunstwerk" gewesen. In die gleiche Bresche schlug nun Hirst mit seiner Sicht der Dinge gegenüber der englischen Zeitung "Guardian". Die Attentäter hätten auf einer künstlerischen Ebene etwas erreicht, "was niemand jemals für möglich gehalten hätte. Mit dem 11. September ist es so, dass das eine Art eigenständiges Kunstwerk ist. Es war böse, aber (…) visuell konstruiert. (…) Der Anblick der in die Türme krachenden Flugzeuge war spektakulär. (…) Ich glaube, unsere visuelle Sprache hat sich geändert. Aus einem Flugzeug ist eine Waffe geworden. Als Künstler ist man ständig auf der Suche nach solchen Dingen."

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