Architecture Of Change – Einen Nachmittagskaffee auf die Zukunft

Architecture Of ChangeZweiter Eindruck: Es riecht gut. Damit ist der erste Eindruck – Das Cover vermittelt alles und nichts – auch gleich vergessen. Mit dem Riechen ist man auch schnell im Thema des Buches. Denn gedruckt ist das soeben im Gestalten Verlag erschienene Coffeetable Book »Architecture Of Change« auf einem Papier, das mit dem Mixed Sources-Tag des Forest Stewardship Council versehen ist. Und riecht nach Kautschuk mit den Kopfnoten Moos, Motor-Säge und Span. Ach und verzeihen Sie mein Englisch, in deutscher Übersetzung ist das Buch gar nicht erschienen. Hier geht es um die Welt als Ökosystem, da bedarf es einer Weltsprache.»Architecture of Change stellt zum einen realisierte Projekte vor, die neben ihrer herausragenden architektonischen Qualität einen richtungsweisenden Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft leisten. Zum anderen werden aktuelle Initiativen gezeigt, die innovative Forschung in diesem Bereich vorantreiben und einer neuen Generation umweltbewusster Architekten und Stadtplaner Mut macht, auf diesem Weg weiterzugehen.

Insgesamt präsentiert Architecture of Change über vierzig internationale Projekte von Architeken wie Pritzker Preisträger Thom Mayne, Steven Holl, Kenneth Yang, Sauerbruch & Hutton, Architecture for Humanity und Rural Studio. Das Spektrum reicht von Entwicklungsprojekten in Bangladesh, Nepal und Afrika über Open Source Internetplattformen bis hin zu experimentellen Ansätzen im Hochwasserschutz sowie Hochhäusern im städtischen Kontext.«

Architecture Of Change

Herausgegeben von Kristin und Lukas Feireiss und versehen mit dem Untertitel »Sustainability and Humanity in the Built Environment« vermittelt das 300-Seiten-plus-Buch einen Überblick über den Stand der Dinge in ökologisch voranschreitender Architektur, Stadtplanung, Theorie. Beinahe didaktisch wirkt der Aufbau, wenn Kunst-Projekte einen sanften Ein- und Ausstieg ins Sujet anbieten und den beiden ernst zunehmenden Eröffnungs-Essays von Herausgeber Lukas Feireiss und Soziologin Saskia Sassen noch ein Geleit plus ein Vorwort vorangestellt werden.

Im Anschluss überwiegt das Visuelle, und das kann auch besser die Innovationen des Öko-Designs darstellen. So zeigt unser Ausschnitt ganz oben etwa den Entwurf einerCO2-neutralen, umweltverträglichen Siedlung so genannter Oko Houses. Entworfen wurden sie von den Londoner Youmeshe Architects.

Bildnachweis: Oben: OKO House, Youmeshe Architects,2008
Coverfoto: Nic Lehoux, 2008
beide in: »Architecture Of Change«, Verlag Die Gestalten, 2008

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