Jetzt gibt es auch Anton Corbijns Video zu »Reflektor« von Arcade Fire zu sehen – in Schwarz-Weiß und mit einer menschgewordenen Discokugel.

Nachdem am Montagnachmittag bereits ein erstes, interaktives Video von Langzeitkollaborateur Vincent Morisset zur Single veröffentlicht wurde, jenes aber noch als »virtuelle Projektion« deklariert, folgte in der Nacht das offizielle Musikvideo aus den Händen des Control-Regisseurs. Und auch dafür greifen Arcade Fire auf eine altbekannte Komponente zurück: ihre von Vadi Confident entworfenen, überlebensgroßen Pappmascheemasken, die bereits rund um das Video zu »Sprawl II« auftauchten.

Während sie damals aber noch von Haitianern getragen wurden, setzen sich die nunmehr sechs Bandmitglieder sie diesmal selbst auf. Ein Konzert wird mitten in der Nacht auf der Ladefläche eines alten Lastwagens gegeben. Am Steuer sitzen wiederum Win Butler und Régine Chassange, allerdings ohne Masken. Ziel der Reise ist ein einsam lebender Mann, dessen Haut und Kleidung komplett von Spiegelbruchstücken überzogen ist. Gemeinsam macht sich die neu gefundene Gruppe bereit zu einem seltsamen Ritual…

Die gestern Abend in den Kauf gegangene, vermeintliche Reflektor EP , entpuppte sich allerdings lediglich als klassische Zwei-Track-Single. Die B-Seite ist ein Instrumentalmix des Songs, dem neben Butlers und Chassanges Gesang natürlich auch jene kurze Passage fehlt, die David Bowie tatsächlich beigesteuert hat.