Aphex Twin: »Ich bin wie ein Serienmörder, wenn es um Sounds geht«

Richard James hat erstmals über das neue Aphex Twin-Album Syro gesprochen und bereits weiteres Material in Aussicht gestellt.

Das Magazin The Fader veröffentlichte heute erste Auszüge aus einem Telefonat mit James. Dieser sagte etwa über die lange Aufnahmezeit (seine letzte Veröffentlichung liegt neun Jahre zurück): »Ich hatte so viel Kram gehortet und irgendwann muss man irgendwann irgendwo einen Strich darunter machen können. Jetzt etwas herauszuhauen, ist wie das Ende eines Kapitels. Es zieht einen angemessenen Strich und erlaubt einem, fortzufahren.« Mittlerweile sei er aber so »in Schwung gekommen«, dass auf Syro wohl bald auch ein weiteres Album aus dem Hause Aphex Twin folgen dürfte.

Inspiriert wird James, der noch vor einer Woche mit einem kleinen grünen Zeppelin die Nachricht der letzten Woche lostrat, dabei gerade auch von aktueller Musik, die er massenhaft digital konsumiere: »Es gibt heute ehrlich gesagt bessere Musik als jemals zuvor, besser als jede Musik, die zuvor in meinem Leben existierte. Es sind alles tolle Sachen zum Anhören, Sachen, die man im Auto hört, aber nicht so sehr Sachen zum Spaßhaben.«

Und einmal angefixt, will er natürlich den Code knacken und selbst noch einen draufsetzen: »Ich bin wie ein Serienmörder, wenn es um Sounds geht. Ich sammele Sounds von anderen Platten, also muss ich wissen, woher sie kommen und wie sie gemacht wurden. Ich habe jeden alten Sampler, den es gibt, gebaut und auch all diese Sample-Bilbiotheken. Wie ein Serienmörder eben. Ich bin all diese Sounds durchgegangen und habe herausgefunden, woher alle anderen ihre Sounds bekommen haben.«

Syro wird am 19. September bei Warp erscheinen. Die Titelliste wurde bereits veröffentlicht.

 

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