»I’m a Witch«

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Foto — Inez and Vinoodh

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Am 6. August werden Secretly Canadian / Rough Trade das neue Antony and the Johnsons-Livealbum Cut the World veröffentlichen. Die im September in der Kopenhagener Koncerhuset entstandenen Aufnahmen umfassen neben Stücken aus allen vier AATJ-Alben das bislang unveröffentlichte Titellied (von Antony Hegarty für The Life and Death of Marina Abramović, eine Dokumentation über die bekannte Performancekünstlerin, eingespielt) sowie die fast achtminütige Rede Future Feminism, die es nachfolgend vorab im Stream zu hören gibt.

    Ein hörbar gut aufgelegter Antony spricht hier, ausgehend vom Begriff der Spiritualität, über die Bedeutung von Religion im Allgemeinen und das Verhältnis der Kirche zu Homosexuellen und Trans*gender (»God knows, what we've coursed.«). Auch die eigene katholische Erziehung des sich selbst Enttauften kommt zu Sprache, gefolgt von Überlegungen zum Konzept eines weiblichen Gottes bzw. Göttin, die in der Aufforderung zur Abkehr von Patriarchat und Paternalismus münden: »Unless we move into feminine systems of government, we don't stand a chance on this planet.« Sehr interessant.

   Vom 1. bis zum 12. August wird Antony zudem das Festival Antony's Meltdown im Londoner Southbank Centre kuratieren. Konzerte, Diskussionen und Performances sollen dort seine politischen und musikalischen Interessen wiederspiegeln. Zu den eingeladenen Künstler_innen gehören u.a. Marc Almond, CocoRosie, Planningtorock, Light Asylum, Marina Abramović und Elizabeth Fraser (Cocteau Twins).

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